Für den Jugendroman "Reden ist Verrat. Nach der wahren Geschichte der Freddie Oversteegen" (Gerstenberg) Gustav-Heinemann-Friedenspreis geht an Wilma Geldof und Verena Kiefer

Der Jugendroman Reden ist Verrat. Nach der wahren Geschichte der Freddie Oversteegen (Gerstenberg) von Wilma Geldof, aus dem Niederländische übersetzt  von Verena Kiefer, ist für den mit 7.500 Euro dotierten Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2021 ausgewählt worden. Dies teilt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen mit. 
Das Buch erzählt, wie sich die junge Niederländerin Freddie einer bewaffneten Widerstandsgruppe anschließt und gegen die Nationalsozialisten kämpft. Bei den teils lebensgefährlichen Aktionen gegen die brutalen Unterdrücker stößt die Jugendliche auch an moralische Grenzen.  

„Der Jugendroman erzählt vom mutigen Widerstand in den von den Nationalsozialisten besetzten Niederlanden und besticht durch einen erfrischenden Schreibstil. Autorin Wilma Geldof thematisiert vielschichtig und psychologisch differenziert die ethischen Dimensionen des Widerstands gegen die Nazis. Das entschlossene Handeln der jungen Frau, die im Kampf für die Freiheit ihr Leben riskiert und auch Zweifel empfindet, spendet Hoffnung. Verena Kiefer schafft es durch ihre Übersetzung, die Geschichte der Freddie Oversteegen anschaulich zu vermitteln“, sagt Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.
Der Gustav-Heinemann-Friedenspreis zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen für deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur. Für den Preis wird jährlich ein Buch ausgewählt, das junge Leserinnen und Leser ermutigt, sich für Menschenrechte, für zivile Formen der Konfliktbewältigung, für Toleranz und gegen Gewalt zu engagieren. Die Ehrung erinnert an das friedenspolitische Engagement des ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann (1899-1976). Betreut wird die Auszeichnung, die in diesem Jahr bereits zum 38. Mal verliehen wird, von der Landeszentrale für politische Bildung im Ministerium für Kultur und Wissenschaft. In diesem Jahr soll der Preis am 19. November im Düsseldorfer Heine Haus übergeben werden.

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