Abseits des Mainstreams Ulm: Die Literaturwoche Donau stellt Indie-Verlage in den Mittelpunkt

Es sind über zwei Wochen, bei denen die unabhängige Literatur aus besonderen Verlagen im Mittelpunkt steht: Von Samstag, 31. Juli bis Dienstag, 17. August erwartet das Publikum in Ulm einen Mix aus Bekanntem und Neuem, ernster Literatur und feiner Lyrik, schrägen und schwarzhumorigen Texten und Performances.

Die Literaturwoche Donau 2021, kurz LiWo 2021, setzt wie immer einen Fokus auf den Indie-Bereich: „Wir bieten eines der wenigen Literaturfestivals, die sich nicht auf die großen Namen des Literaturbetriebs und marktführenden Verlage stützen, sondern die ganz bewusst die reiche Vielfalt der unabhängigen Verlagsszene feiern“, sagt Autor Florian L. Arnold. Er und Rasmus Schöll, Inhaber der Aegis Buchhandlung Ulm, riefen 2013  die Literaturwoche zu diesem Zweck ins Leben. Mit ihren außergewöhnlichen Lesungen an außergewöhnlichen Orten wurde sie auch überregional zum Anziehungspunkt für Literaturinteressierte. „Wenn Leute für eine Lyriklesung Schlange stehen, dann heißt das schon was“, meint Rasmus Schöll.

Zum Auftakt kommen am Samstag , den 31. Juli, Manja Präkels, die für ihren Debütroman Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß 2018 unter anderem mit dem Anna Seghers Preis ausgezeichnet wurde, und Markus Liske mit ihrem Musikprojekt „Der singende Tresen“. Ihr Abend „Das seid ihr Hunde wert!“ ist eine Hommage an den lebenslustigen Dichter und Revolutionär Erich Mühsam, der von den Nationalsozialisten erschlagen wurde.

Danach folgt ein umfangreiches Programm – einzusehen unter _LIWO FLYER 2021 – bis zum Ende am 17. August mit der Lyrikerin Nora Gomringer und dem Jazz-Musiker Philipp Scholz. Mit „Peng Peng Parker“ widmen sich die beiden Dorothy Parker, die mit messerscharfer Zunge über die Liebe und das Leben schrieb, „seufzend und lachend, immer trinkfest“.

Das Festival wird durchgehend ehrenamtlich organisiert. Dennoch verzichten die Macher auf feste Eintrittspreise und setzen auf Spenden. „Jeder soll die Veranstaltungen besuchen und Kultur genießen können, unabhängig vom Einkommen – dies erscheint uns gerade in Coronazeiten sehr wichtig“, so Arnold. Die Literaturwoche wird präsentiert vom Literatursalon Donau in Zusammenarbeit mit der Aegis Buchhandlung und dem Topalian & Milani Verlag. Ermöglicht wird sie durch die Förderung der Stadt Ulm und der Museumsgesellschaft Ulm.

Weitere Informationen: www.literatursalon.net

 

 

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