„Der Verlag Klett Cotta und der französische Philosoph Alain Finkielkraut haben sich über sein Buche „Der eingebildete Kosmopolit – über die Tyrannei der neuen Superelite“, das in dieser Woche auf den Markt kommen sollte, zerstritten. Das Buch erscheint nicht. Dem Autor gefiel weder die Übersetzung noch der vom Verlag gewählte Titel (Im Original lautet er „Die Undankbarkeit – Ein Gespräch über unsere Zeit“. Der deutsche Verlag habe den Titel geändert, ohne ihn zu informieren, klagt Finkielkraut. Er vermutet, dass die Titelerfindung auf sein berühmtes Buch „Der eingebildete Jude“ anspielen soll, mit der er nicht einverstanden ist. Laut „FAZ online“ verteidigt Klett-Cotta die Titeländerung mit der besseren Verkäuflichkeit des Buches, zumal der eigentliche Titel den Leser „doch sehr im Unklaren über den Inhalt des Buches läßt“, wie Klett Cotta Vertriebschef Hans -Werner Serwe sagt. Finkielkraut hatte übrigens nach Auskunft des Verlages sich zunächst über seinen französischen Verlag Gallimard schriftlich an Klett-Cotta gewandt und erklärt, dass er mit der Titeländerung nicht einverstanden sei. Da war das Buch bereits gedruckt – Anlass für Klett-Cotta „L’Ingratitude“ ganz zurückzuziehen und ihm frei zu stellen, einen anderen Verlag zu suchen. Auch für dessen nächstes Buch „Une voix vient de l’autre rive“ gilt das, da die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr gegeben sei. „
Vorgeblättert: Bücher und Autor:innen in der ZEIT und im Freitag
Welche Bücher werden in den aktuellen gedruckten Ausgaben der Wochenzeitungen Der Freitag und Die ZEIT besprochen? Der Freitag Ausgabe 11: 8 Seiten Literatur zur Buchmesse „Das W war der Endgegner“. Der Kulturjournalist David Hugendick