Die Libro-Großaktionäre Telekom Austria, UIAG und Deutsche Beteiligungs AG haben laut APA heute ihre Anteile von 50 Prozent plus 1 Aktie zum symbolischen Preis von 1 Schilling an die Wirtschaftstreuhänder KPMG abgegeben. Der Ausgleichsantrag wird Freitag bei Gericht eingereicht. Die KPMG verfügt über eine Finanzierungszusage der Gläubigerbanken für den Ausgleich und die Fortführung des Unternehmens (bislang 300 Mill. S = 21,8 Mill. Euro), dem Vernehmen nach sind aber für die kommenden drei Monate rund 500 Mill. S notwendig. Zuvor hatte der Libro-Aufsichtsrat den Rücktritt der Vorstände Andre Rettberg und Otto Arbeiter angenommen. Ein neuer vierköpfiger Vorstand soll das Unternehmen nun sanieren. Das abgeblitzte Konsortium um Böhm/Hofmann will gegen die Zurückweisung seines Übernahmeangebots durch die Banken rechtliche Schritte unternehmen. Das Konsortium besitze einen rechtsgültigen Vertrag, der Closingbestimmungen bis zum 10. Juli enthalte. Die Banken hatten allerdings ein Ultimatum bis zum gestrigen Mittwochabend gesetzt, bis zu dem das Konsortium eine Bankgarantie abgeben sollte.
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