Gegen die Website www.lila-kuehe.de hat der Lebensmittelkonzern Kraft Foods eine einstweilige Verfügung wegen „Rufausbeutung“ erwirkt. Die Website zum aktuellen Ueberreuter Top-Titel „Lila Kühe leben länger“, in dem Autorin Claudia Cornelsen die Perlen der PR-Geschichte gesammelt hat, darf nicht mit der Schokoladen-Gallionsfigur in Verbindung gebracht werden.
Doch die Macher verharrten nicht in stiller Tatenlosigkeit, sondern relaunchten die Site kurzerhand unter neuem Namen: http://www.lila-kuehe-leben-laenger.de. Nomen est Omen, und so führt diese Site fort, was bereits auf der Ur-Site begonnen wurde: Ab sofort findet der Surfer unter der neuen Adresse Auszüge aus dem Buch, E-Cards mit Kuh-Comics, den PR-Q-Test und das Computerspiel, in dem virtuelle Kühe vor die Flinte genommen und zu Schnitzeln zerlegt werden können.
„Wir wollten dem Lebensmittelkonzern nicht zu Nahe treten und haben daher die Website abschalten lassen. Doch auf den Spaß, den Milka offensichtlich nicht versteht, werden wir nicht verzichten. Um Missverständnisse zukünftig auszuschließen, nennen wir unsere Website genau wie das Buch“, versichert Verlagsleiter Jürgen Diessl.
Die BuchMarkt-Redaktion wartet jetzt Milka-knabbernd auf die nächste lila E.V. …
Josia Jourdan: Die drei Monate und der Tod: Warum der Buchmarkt sein eigenes Grab schaufelt
Ich drücke die Zigarette in den Aschenbecher, bevor ich den virtuellen Raum betrete. Ein Bildschirm voller Studierender der Uni Mainz starrt mich an. Wir sind verbunden über Teams, die Distanz