Die Buchhandlung Gnoth in Mülheim/Ruhr kämpft gegen den drohenden Konkurs: Ein Mitarbeiter hat wegen ausstehender Gehälter einen Antrag auf Insolvenzprüfung gestellt, wie jetzt in der Lokalpresse gemeldet wurde. Im Dezember soll das Konkursverfahren eröffnet werden, sofern bis dahin die Entscheidung des Insolvenzgerichts vorliegt.
Private Liquiditätsprobleme hatten Inhaber Lothar Gnoth veranlasst, zunächst selbst einen Insolvenzantrag einzureichen, den er aber nach Angaben des Insolvenzverwalters Dr. Sebastian Hennecke wieder zurückgezogen hat. Eine Prognose für die Buchhandlung bleibt deshalb problematisch: „Wir versuchen natürlich, das Geschäft offen zu halten. Gerade auch wegen des anstehenden Weihnachtsgeschäftes. Doch die Personalsituation ist dramatisch“, so Sebastian Hennecke. Zurzeit sind noch zwei Vollzeitkräfte, ein Auszubildender und eine Aushilfe angestellt. In der letzten Woche musste bereits an einem Tag geschlossen bleiben, weil gar kein Personal verfügbar war. Inzwischen ist die Buchhandlung aber wieder geöffnet, da das Weihnachtsgeschäft auf jeden Fall noch mitgenommen wird.
Insolvenzverwalter Henneke führt bereits Gespräche mit Übernahmeinteressenten, damit zu Beginn des nächsten Jahres die Buchhandlung unter neuem Namen weitergeführt werden kann.
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