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Adelbert-von Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung für das Jahr 2004 an Zsuzsa Bánk und Asfa-Wossen Asserate.

Den Adelbert-von Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung für das Jahr 2004 erhalten Zsuzsa Bánk und Asfa-Wossen Asserate. Die Preissumme beträgt jeweils 15 000 Euro.

Mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis, den die Bayerische Akademie der Schönen Künste in München verleiht, ehrt die Stiftung seit 1985 herausragende literarische Leistungen deutsch schreibender Autoren nichtdeutscher Muttersprache. Der Förderpreis, dotiert mit 7000 Euro, geht an die in Berlin lebende Schriftstellerin Yadé Kara. Die Verleihung der Preise findet am 19. Februar 2004 in München statt.

Zsuzsa Bánk wurde 1965 in Deutschland geboren. Nach Studium in Mainz und Washington, D.C. lebt und arbeitet sie heute als Autorin und Redakteurin in Frankfurt/Main. Die Jury würdigt mit dem Preis Bánks ersten Roman „Der Schwimmer“, der sprachlich brillant und mit poetisch-liebevoller Melancholie von einer problematischen Kindheit im früheren Ungarn erzählt.

Asfa-Wossen Asserate, Jahrgang 1948, ist ein Prinz aus dem äthiopischen Kaiserhaus. Nach der äthiopischen Revolution 1974 flüchtete er und studierte in Europa Geschichte und Jura. Nach Tätigkeiten als Journalist arbeitet er heute als Unternehmensberater für Afrika und den Mittleren Osten in Frankfurt/Main. Asserate – so die Jury – wird für seinen stilistisch ausgereiften, von umfassender Bildung zeugenden und auf originelle Weise in der Tradition der großen europäischen Moralistik stehenden Prosaband „Manieren“ ausgezeichnet.

Yadé Kara, Trägerin des Förderpreises, wurde 1965 in der Türkei geboren und studierte Anglistik und Germanistik. Sie arbeitete als Lehrerin, Schauspielerin, Journalistin und Managerin in Berlin, London, Instanbul und Honkong. In ihrem spannend und rasant erzählten Roman „Selam Berlin“ findet die Stimmungslage einer jungen türkisch-deutschen Generation im Jahr nach der Öffnung der Berliner Mauer ihren literarischen Ausdruck.

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