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Streit um Roman „Endstufe“ eskaliert: Alexander Fest nennt Thor Kunkel einen „Rasenden“, Kunkel spricht von „Rufmord“

Der Autor des vom Rowohlt Verlag gestoppten Romans „Endstufe“ über NS-Porno-Filme, Thor Kunkel, hat in einem Offenen Brief (seit gesterm auf buchmarkt.de im Wortlaut nachzulesen [mehr…]) heftige Kritik an einem „Spiegel“-Artikel geübt, meldet heute die „Welt“. „Die Art und Weise, wie ihr Reporter aus unautorisiertem Material zitiert, es verzerrt, entstellt und mich als verkappten Rechten und Revisionisten darstellt, ist Rufmord in Reinkultur.“ Er leugne weder Auschwitz, noch pflege er irgendeine Art des Revanchismus. Kunkel reagierte damit auch auf Kritik von Rowohlt-Verleger Alexander Fest, der ihm „ein verschrobenes Geschichtsbild“ mit „viel Revisionismus und blanken Hintern“ vorgeworfen hatte. „Ich habe einen Fehler gemacht, ich hätte das Buch gleich aus dem Programm nehmen sollen, nachdem ich es gelesen hatte“, wird Fest zitiert. Es handele sich bei dem Roman um „berechenbare, billige Agitation“ mit einem mitunter „schwelgerischen Amoralismus“. Kunkel, so Fest, sei „ein Rasender“, einerseits „völlig ahnungslos“, andererseits „sehr von sich angetan – die Wiedergeburt Parzifals als
rechter Schläger“. Kunkel hatte Rowohlt in der „Welt“ vom 4.2. vorgeworfen, „unter ideologischen Gesichtspunkten lektoriert“ zu haben. Der Roman „Endstufe“ wird nun voraussichtlich im April bei Eichborn Berlin erscheinen. Für dessen Programm-Chef Wolfgang Hörner hat Kunkels Text „nichts ideologisch Anrüchiges“. „Es ist ein hoch
spannender, glänzend geschriebener Roman, der teilweise sehr witzig ist und sicherlich auch provokativ“, sagte Hörner. Mehr von Hörner im BuchMarkt-Online-Interview vom vergangenen Freitag [mehr…].

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