Die diesjährige Tagung der AWS (Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Sortiments- und Fachbuchhandlungen) ging heute in Augsburg zuende.
Die Tage waren geprägt von konzentrierter Arbeitsatmosphäre. Als zentraler Diskussionspunkt erwies sich einmal mehr die Konditionendebatte. War es vor zwei Jahren das sog. Thieme-Modell gewesen, das für Aufsehen und heftigen Streit zwischen Händlern und Verlag geführt hatte, so stand dieses Mal die Neuregelung der Rabatte auf Loseblattwerke bei Hüthig Jehle Rehm im Mittelpunkt. Geschäftsführer Clemens Köhler und Vertriebsleiter Stefan Jaitner waren nach Augsburg gereist, um den juristischen Fachbuchhändlern Rede und Antwort zu stehen. In der öffentlich geführten Diskussion war von Annäherung und Verständnis der Händler für die Position des Verlages allerdings wenig zu merken, so dass hier in den kommenden Monaten noch erheblicher Diskussionsbedarf bestehen dürfte.
Die Vorträge hatten im wesentlichen zwei Schwerpunkte: zum Einen die Zukunft der gedruckten Information angesichts der fortschreitenden digitalen Entwicklung, zum Anderen Konzepte strategischer Ausrichtung für Buchhändler. Berater Jörg Winter und Dr. Andreas Kaapke vom Institut für Handelforschung in Köln wiesen zum wiederholten Male auf zentrale Elemente der Kundenbindung und Imageprofilierung hin.
Ihre erste AWS-Tagung erlebten die drei Preisträger des AWS-Nachwuchsförderpreises, der im vergangenen Jahr zum ersten Mal ausgeschrieben wurde und zur ständigen Einrichtung werden soll. Der zweite Vorsitzende der AWS, Ernst Angerer, zeigte sich mit ca. 20 Einreichungen im ersten Anlauf sehr zufrieden.
Der Zuspruch zur diesjährigen Tagung, vor allem eine umfangreiche Gästeliste, konnten durchaus als Hinweis gewertet werden, dass sich die AWS nicht überlebt hat und als Sprachrohr der Fachbuchhändler nach wie vor eine wichtige Rolle spielen kann.







