Die Fachverlagsgruppe Springer Sciencee + Business Media (vormals BertelsmannSpringer) trennt sich mit Wirkung vom 1. Juli 2004 von ihrer Druckerei Stürtz in Würzburg. Sie wird von der niederländischen Euradius-Gruppe übernommen. Der Verkauf schließt auch eine 50 % Beteiligung an der Cornelsen Stürtz Druckerei, Berlin, ein. Grund: Man wolle sich weiter „auf das Kerngeschäft“ konzentrieren, wie CEO Derk Haank betont.
Die Druckerei gehört seit 2002 erst zum Unternehmen (zuvor hielt der wissenschaftliche Springer Verlag Berlin über viele Jahrzehnte die qualifizierte Aktienmehrheit) und macht mit rd. 500 Mitarbeitern an zwei Standorten rd. 60 Mio Euro Umsatz.
Im Verbund mit einem Investor, der sich insbesondere auf Druckdienstleistungen für Fachverlage konzentriert hat, könne sich Stürtz besser entwickeln und seine Marktposition weiter stärken, sagte Haank und fügte an, dass die Fachverlagsgruppe auch nach dem Verkauf weiterhin bei Stürtz drucken lassen werde.
Die Druckerei ist einer der in Deutschland führenden Anbieter im Bereich hochwertiger Fachbücher, wissenschaftlicher Zeitschriften, Kataloge und Werbedrucksachen.
Euradius ist eine niederländische Unternehmensgruppe, zu der vier Druckereien gehören. CEO Ronald Hof spricht von Stürtz als einer gut aufgestellten Druckerei mit hohen Qualitätsstandards, die sich hervorragend in das bestehende Portfolio einfügt. Ziel sei es, das Angebot auf dem deutschen Markt auszubauen und insgesamt das Dienstleistungs-angebot für die Kunden zu vergrößern. Deshalb sei der Erwerb der Druckerei Stürtz eine ausgezeichnete Ergänzung zu den Aktivitäten von Euradius