Der Berliner Schriftsteller Durs Grünbein erhält am 27. August in Naumburg den mit 15.000 Euro dotierten Friedrich-Nietzsche-Preis des Landes Sachsen-Anhalt 2004. Grünbein habe nicht nur einen neuen Ton, sondern auch einen neuen Geist in die Literatur des wieder-vereinigten Deutschland gebracht, so die Begründung. Er sei, wie Nietzsche, ein Grenzgänger zwischen Philosophie und Poesie, bemühe sich, wie Nietzsche, um eine Aktualisierung der Antike, und verbinde, wie Nietzsche, den existenziellen Anspruch einer eigenwilligen Individualität mit der Fähigkeit zur brillanten Reflexion ästhetischer und politischer Ansprüche. Grundlage für die Auszeichnung waren u.a. die bei Suhrkamp erschienenen Berliner Aufzeichnungen „Das erste Jahr“.
Seit 1996 verleiht das Land Sachsen-Anhalt einen Literaturpreis, der im jährlichen Wechsel als Friedrich-Nietzsche-Preis und als Wilhelm-Müller-Preis vergeben wird.







