Seit Dienstag, 2. November, ist die Schubart-Buchhandlung Ludwigsburg im Neubau geöffnet. Eine Buchhandlung, auf die Dr. Sigrid Pohl und ihre Partnerin Gerda

Heinzmann “ zu Recht stolz“ sein können, wie Frau Dr. Pohl sagt. Denn “
neue Quartier bietet uns einmalige Chancen, unser Profil als die individuelle und literarische Buchhandlung in Ludwigsburg herauszustellen“.
Sie hat mit ihrer Partnerin den klassisch-modernen Stil des Hauses und der Inneneinrichtung begeistert aufgenommen. „Im Einzelhandel allgemein und besonders im Buchhandel kommt es sehr auf Atmosphäre und Service an“, meint Mit-Inhaberin

Gerda Heinzmann. Dazu biete der helle Laden mit seinen klaren Linien beste Voraussetzungen. Die breite Schaufensterfront bietet überall Einblicke in das Ladengeschäft. Der Clou aber liegt hinter dem Laden: Dort soll in einem charmanten Innenhof ein Lesegarten entstehen, zugänglich durch die Buchhandlung.
Zu ihren besonders leistungsstarken Domänen rechnen die beiden Buchhändlerinnen mit ihrem Team auch ihr Angebot an Kinder- und Jugendbüchern und den Besorgungs-Service. Gerda Heinzmann: „Dank Internet und unserer Geschäftsbeziehungen auch zu ausgefallenen Großhändlern und Verlagen können wir ebenso ausländische und antiquarische Bücher beschaffen.“

Hierfür gilt die Schubart-Buchhandlung unter Ludwigsburger Kennern schon seit geraumer Zeit als erste Adresse. Integriert in die Buchhandlung ist die Geschäftsstelle des ADFC – für die beiden Buchhändlerinnen eine ideale Verbindung.
Die offizielle Eröffnung soll am Samstag, 6. November, stattfinden. Vormittags um 11:00 Uhr stellen Prof. Karl Moersch und das Studio Gesprochenes Wort den Dichter Christian F.D. Schubart, nach dem die Buchhandlung sich nennt, in Wort und Gesang vor. Am Abend um 20:00 Uhr heißt das Motto: „Und das Meer singt sein Lied…“. Rainer Moritz, Leiter des Literaturhauses Hamburg, lädt mit seiner Partnerin Irma la Douce (Gesang, Gitarre und Bongos) augenzwinkernd zu einer literarischen Reise über das Meer ein. Dazu gibt es ein passendes Buffet und Getränke (15 Euro, um Anmeldung wird gebeten). Auch in Zukunft sollen im neuen Quartier am alten Ort wieder literarische Veranstaltungen angeboten werden. Sigrid Pohl: „Im Neubau werden wir unsere Lieblingsautoren nicht nur empfehlen, sondern wieder als Person erlebbar machen.“ Im Ausweichquartier fehlte dazu der Platz.
Tatsächlich hat es ein Dreivierteljahr gedauert, bis das alte Haus in der Körnerstraße abgerissen und der Neubau hochgezogen war. Was bei einem Neubau nie ganz sicher ist, hier hat es geklappt mit dem Zeitplan. „Wir waren erst skeptisch, aber als der Abriss im Februar termingerecht lief, weil kein starker Frost dazwischenkam, wurden wir optimistisch“, meinen die Buchhändlerinnen. Ganz genau wurden zwei Häuser abgerissen: das Haus Körnerstraße 15 mit der Schubart-Buchhandlung und Wohnungen sowie das etwas schmalere Wohn- und Geschäftshaus daneben, in dem sich bis Jahresende 2003 das Geschäft des Optikers Hirt befand. Die Bauherrin Doris Jahnke vereinigte beide Grundstücke, so dass der großzügige Neubau entstehen konnte. Die Architekten Harald Jahnke und Arno Freudenberger, Stuttgart, sind hier dem klassischen Bauhaus-Stil verpflichtet. Dennoch fügt sich das moderne Haus perfekt in die Umgebung der Körnerstraße ein. Außer der Schubart-Buchhandlung sind Arztpraxen und eine Wohnung in dem Gebäude vorgesehen.
—
.