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Juri Andruchowytsch erhält Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2006

Der ukrainische Schriftsteller, Dichter, Essayist und Übersetzer Juri Andruchowytsch erhält den mit 15.000 Euro dotierten Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2006. Das entschied eine renommierte Jury im Auftrag des Kuratoriums. Ihm gehören der Freistaat Sachsen, die Stadt Leipzig, der Börsenverein und die Leipziger Messe GmbH an. Der Preis wird im März 2006 anlässlich der Eröffnung der Leipziger Buchmesse vergeben.

Die Jury entschied sich für den 1960 im westukrainischen Iwano-Frankiwsk – dem früheren galizischen Stanislau – geborenen Autor und seinen im Frühjahr 2005 bei Suhrkamp erschienenen Roman „Zwölf Ringe“ mit der Begründung, dass der Roman, der „an einem der abgelegensten Orte der Karpaten“ spielt, in einer kunstvollen Mischung aus Mythos und Magie „von den Überlagerungen einer Gesellschaft im Transit“ erzählt und uns dabei die Augen für „die vergessene Mitte des Kontinents“ öffnet.

In Deutschland ist Juri Andruchowytsch vor allem als Essayist bekannt geworden. „Zwölf Ringe“ ist sein erster ins Deutsche übersetzter Roman. Neben seiner eigenen schriftstellerischen Arbeit übersetzt er aus dem Deutschen, Polnischen, Russischen und Englischen ins Ukrainische, unter anderem Gedichte von Rainer Maria Rilke und Boris Pasternak sowie Shakespeares „Hamlet“.

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung wird seit 1994 vergeben. Bisher mit ihm gewürdigt wurden u.a. Ryszard Kapuœciñski, Péter Nádas, Aleksandar Tišma, Imre Kertész, Eric J. Hobsbawm, Hanna Krall, Claudio Magris, Hugo Claus, Dževad Karahasan und – im Vorjahr – Slavenka Drakulic.

Mit der Vergabe 2006 gilt zugleich ein neues Statut. Mit der von 10.000 Euro auf 15.000 Euro aufgestockten Dotierung entspricht der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung noch stärker seinem Anspruch, Persönlichkeiten zu ehren, die sich mit ihren Büchern um die Verständigung in Europa verdient machen.

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