Ab Sommer d. J. wird IKEA Bücher verkaufen: Ohne Rücksicht auf den Sonntag (wie sonst auch oft ) war Thalia-Chef Michael Busch unterwegs, um den

„Keien zeitraubende Beratung“
Kooperationsvertrag in Stockholm zu unterzeichnen.
Ziel der Zusammenarbeit: Marktanteile zurückgewinnen – und „völlig neue Käuferschichten erreichen“, wie Busch lapidar sagt. Sichtlich wurmt ihn schon, dass das Buch in der Gunst der Käufer hinter Schmuck und Düfte zurückgefallen ist, woran selbst die Expansion in Top-Einkaufslagen in Deutschland nichts geändert hat – beide Segmente, die auch bei seiner „Mutter“ angesiedelt sind, haben in der Käufergunst im letzten Weihnachtsgeschäft nochmal zulegen können. Das Buch nicht: Das Wachstum dort in seinem Bereich kam nur durch Expansion.
Das deutsche Kooperationsmodell ist eine Testphase für IKEA Europe. Wird’s ein Erfolg, will IKEA weltweit in den Buchmarkt einsteigen. Ziel ist es, die Top-Tausend-Titel palettenweise immer am POS verfügbar zu haben, verstärkt mit Aktionstiteln aus dem Bereich MA. Vorbild ist hier die Firma B.O.B., die damit wirbt (kein Scherz: “ Hier gibt es keine zeitraubende Beratung“.)
Dabei greift IKEA auf das Warenwirtschaftssystem und die Einkaufserfahrung von Thalia zurück. Umgekehrt will Thalia auch IKEA-Möbel vor Ort präsentieren. Auch der Food-Bereich (Hot Dogs, Sill und andere skandinavische Spezialitäten) soll bei Thalia seinen Niederschlag finden; die angedachte Zusammenarbeit mit der Stockheim Firma Cafetiero ( ein Test läuft derzeit in Hagen) wird damit wohl abgeblasen.