Es war zu erwarten, dass der Verlag Herder die Hörbuch-Kompetenzen von Kreuz nutzen würde, ein eigenes Hörbuchlabel zu gründen. Denn bisher nutzte der Freiburger Haus die gute Marktposition von steinbach sprechende bücher. Gegenüber buchmarkt.de erläutert Olaf Crstens, Geschäftsführer bei Kreuz, die neue Marschroute.

buchmarkt.de: Was versprechen Sie sich vom gemeinsamen Label?
Carstens: Die Zusammenarbeit zwischen Herder und Steinbach kommt aus einer Zeit, da der Kreuz Verlag noch nicht zur Herder Gruppe gehörte. Für Steinbach, die eher aus der Umsetzung von belletristischen Buchinhalten kommen, waren die spirituellen Programme etwas Neues. Der Audiobereich bei Kreuz hingegen hat sich über die Jahre hinweg sehr erfolgreich entwickelt und verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Umsetzung gerade dieser spirituellen Buchvorlagen. Somit verfügen wir innerhalb der Herder Gruppe über eigenes Know How im Audio-Bereich. Auch vertrieblich ist die Situation nun klar – der Handel hat jetzt einen Ansprechpartner im Vertrieb, geliefert wird gebündelt aus einer Auslieferung und in einer Rechnung fakturiert. Die Marken „Herder“ und „Kreuz“ werden nun gemeinsam einen deutlichen Schritt nach vorne tun.
Kreuz Audio entwickelte sich ab 2000 sukzessiv aus dem Musikbereich von Kreuz heraus – zu denken ist an German Brass oder Hans-Jürgen Hufeisen. Soll der Musikbereich beibehalten und womöglich sogar ausgebaut werden?
Wir werden unter der Dachmarke „Herder Audio“ mit dem Label Kreuz die bisherigen Programmlinien Hörbuch und Musik fortführen. Unter „Herder“ werden die CDs erscheinen, die ihre Buchvorlagen beim Herder Verlag haben. Der Musikbereich hat bei Kreuz eine große Bedeutung. Mit Hufeisen und Bittlinger haben wir hier Künstler, die gerade in der religiös-spirituellen Musik große Erfolge feiern. Wir werden diese traditionell erfolgreichen Segmente weiter im Programm haben.
Sie starten im Herbst 2007 mit 22 Titeln. Wie viele Novitäten sind zukünftig jährlich vorgesehen?
Die Anzahl der Neuerscheinungen bei CDs werden bei ca. 50 Titeln pro Jahr liegen. Dafür werden wir im Audiobereich eine weitere Stelle im Lektorat schaffen.







