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Das Literaturhaus Berlin eröffnete eine Ausstellung zum 100. Geburtstag von Mascha Kaléko

Groß war der Andrang, als Ernest Wichner, der Leiter des Berliner Literaturhauses,

Jutta Rosenkranz

gestern Abend die Ausstellung Mascha Kaléko – „Mein Heimweh hieß Savignyplatz“ eröffnete. Konzipiert und realisiert wurde die Schau von Jutta Rosenkranz, die anlässlich des 100. Geburtstags der Autorin im Juni auch eine umfassende Biografie Mascha Kalékos vorlegte (dtv premium).

„Die Ausstellung zeigt Leben und Werk Mascha Kalékos vor dem Hintergrund der drei wichtigsten Stationen ihres Lebens – Berlin, New York und Jerusalem“, erläuterte Jutta Rosenkranz ihr Konzept. Der Ausstellungsort im Literaturhaus an der Fasananstraße könnte nicht besser gewählt sein: Mascha Kalékos letztes Wohnhaus liegt ganz in der Nähe, in der Bleibtreustraße 10. „Berlin bleibt für mich immer ein wunder und ein guter Punkt in meinem Leben“, zitierte Kuratorin Jutta Rosenkranz die Lyrikerin, deren erfolgreiche Gedichtbände von den Nazis verboten wurden, da sie Jüdin war. 1938 musste sie mit ihrem zweiten Mann Chemjo Vinaver und dem gemeinsamen Sohn Steven nach Amerika emigrieren. 1959 zog sie nach Israel, doch Berlin, wo sie zwanzig Jahre lang gewohnt hatte, und das sie nach der Emigration wieder besuchte, blieb die einzige Stadt, in der sie sich heimisch fühlte. 1975 starb Mascha Kaléko in Zürich.

Jutta Rosenkranz hat gründlich recherchiert und im Nachlass und von privaten Leihgebern vielfältige Exponate aufgetrieben, die zum Teil zum ersten Mal gezeigt werden: Notizbücher, Briefe, Rezensionen, Dokumente und Fotos. In Ton- und Filmaufnahmen kommt zudem Mascha Kaléko selbst zu Wort. Die Ausstellung ist noch bis zum 20. Januar 2008 zu sehen.
ML

Informationen unter http://www.literaturhaus-berlin.de

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