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Erasmus Schöfers vierbändiger „Sisyfos“ komplett bei Dittrich

Mit „Winterdämmerung“ erschien im Juli 2008 der letzte Band des vierbändigen Zeitromans „Die Kinder des Sisyfos“ von Erasmus Schöfer bei Dittrich. In seiner groß angelegten, nunmehr abgeschlossenen Tetralogie wird die linke Protestbewegung von 1968-1990 poetisch reflektiert.

Kritiker sehen Schöfers Romane in der Tradition von Peter Weiss („Ästhetik des Widerstands“) und Uwe Johnson („Jahrestage“). Zugleich hat Schöfer für seine Geschichtsreflexionen eine singuläre Form gefunden. Es sind phantasievolle und sprachmächtige Erzählungen aus einer bis in die heutige Zeit sehr wirksamen Vergangenheit. Einer Vergangenheit, deren Auswirkungen besonders in diesem 68er-Gedenkjahr in allen Medien kontrovers diskutiert werden.

Auch in seinem letzten Band „Winterdämmerung“ entwirft der Autor eine Poetik, die am Beispiel der politischen Auseinandersetzungen in der alten Bundesrepublik illustriert, welchen Beitrag die Literatur zur Deutung der Vergangenheit zu leisten vermag.

Für „Die Kinder des Sisyfos“ erhielt Erasmus Schöfer am 25. Mai 2008 den Gustav-Regler-Preis.

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