Schwere Zeiten für Google: Die Suchmaschine muss sich beim Buch-Scanprogramm nicht nur verstärkt mit Urheberrechtsproblemen herumschlagen: jetzt kommt Gegenwind von einer ganz anderen Seite: C&A ist juristisch gegen ein Nachrichtenportal vorgegangen, das Google-Anzeigen veröffentlicht hatte – neben einem Artikel über die Textilkette. In den Anzeigen wurde für die Konkurrenz von C&A geworben.
Daraus könnte ein gefährlicher Präzedenzfall werden, schreibt Lars Winckler in der Welt, und im schlimmsten Fall könnte der Rechtsstreit das Aus für Googles Werbenetzwerk bedeuten.
Denn Google droht in Deutschland ein Verbot seines Werbenetzwerkes „AdSense“: Die Textilkette C&A hat ein deutsches Nachrichtenportal abgemahnt, das solche Google-Anzeigen neben einem Artikel über C&A veröffentlicht hatte.
„In dem Abmahnschreiben an das Nachrichtenportal, das WELT ONLINE vorliegt, bezeichnet C&A die Werbung als ‚unlauter und unzulässig’ sowie als ‚Verstoß gegen das Verbot redaktioneller Werbung’. In dem beanstandeten Artikel ging es um ein kostenloses Casting für Kindermodels. Laut C&A hätten mehrere Eltern den Text gelesen und dann versehentlich auf die Anzeigen von anderen, kostenpflichtigen Kindercasting-Anbietern geklickt. Aus Unwissenheit machten die Eltern dann aber C&A für die vermeintliche Abzocke verantwortlich“, schreibt die Welt.