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Werbung: Wie peinlich Google wirklich ist

Kein Tag, an dem nicht über dreiste Urheberrechtsverletzungen von Google in den Feuilletons die Rede ist. Dieser Datenkrake, der – so lesen wir es z.B. heute in der FAZ im Interview von Hannes Hintermeier mit Justizministerin Brigitte Zypries – sich nach Hausbesetzermanier ums Urheberrecht „kümmert“:

Und die geht so: „Etwas wird von privater Seite für Gemeingut erklärt und zugleich kommerziell genutzt“ – und inzwischen mehren sich weltweit die Proteste gegen diesen merkwürdigem Umgang mit geistigem Eigentum.

Dabei hätte Google – und die Suchmaschine verdient ihr Geld schließlich mit Werbung – durchaus einige Hausaufgaben in eigener Sache zu erledigen. Sich nämlich einfach mal um seine Anzeigen zu kümmern. Da zeigt sich, wie der Enteigner des Weltwissens mit Wissen und Geist umgeht: roboterartig und so unüberbietbar geistlos, dass es die Grenzen des guten Geschmacks sprengt.

Geben Sie mal bei Google das Wort „Verstorbene“ ein – sofort werden Ihnen per Google-Anzeige Verstorbene zum Schnäppchenpreis via eBay angeboten. Das können Sie durchdeklinieren, oder Sie können gleich hier klicken: http://www.wortfilter.de/News/news3230.html. Auf der nach oben offenen Peinlichkeitsskala jedenfalls hat Google volle Punktzahl.

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