
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Gestern pfiff Peter Michalzik Daniel Kehlmann wegen seiner Eröffnungsrede zu den Salzburger Festspielen an (sie sei ein „Musterbild dumpf-reaktionären Denkens“), um den Wortlaut zu lesen und zu staunen über Michalziks Angriff, mußte man allerdings die FAZ bemühen. Heute nun zieht die Rundschau nach und druckt – kommentarlos – die Rede ab. Wundert uns ein bißchen…
„Papa im Sabberjahr“: Ein Überblick über die Väterbücher. Da Autorin Ute Diefenbach nicht viel Neues im Literaturangebot entdecken konnte, sparen wir uns die Titelauflistung.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Die Wüste klebt“: Florian Borchmeyer rezensiert Luis Leanters Liebst du mich? (S. Fischer).
Der Autor E. Lynn Harris, Jahrgang 1955, ist tot. Mit seinen elf Romanen erzielte er Millionenauflagen.
Neue Zürcher Zeitung
„Im Bleisatzgebiet“: Roman Bucheli zum 70. des Schriftstellers und Buchdruckers Beat Brechbühl. Bucheli rezensiert auch ausführlich Monika Marons Bitterfelder Bogen (S. Fischer).
Die Welt
Kletts Rechtschreibwörterbuch im Internet wertet die WELT als Angriff Schwabens auf Baden. Die Duden-Redaktion sitzt im badischen Mannheim.
Tilman Krause kommentiert Daniel Kehlmanns Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele: „Theater ist gesunkenes Kulturgut.“
Ein Blick in die internationale Presse: In The New Yorker berichtet der Schriftsteller Nicholson Baker von seinem ersten Kindle-Roman.
Süddeutsche Zeitung
„Blasiert in Berlin“: Volker Breidecker bespricht André Kubiczeks neuen Roman Kopf unter Wasser, der bei Piper erschienen ist. Breidecker lässt an der Geschichte kaum ein gutes Haar: Er nennt den Roman gescheitert und rät dem Autor nach vier Berlin-Büchern zu einem Ortswechsel.
Edmund L. Andrews, Wirtschaftsreporter der New York Times, erzählt in seinem Buch Busted – Life Inside the Great Mortgage Meltdown (auf Deutsch soviel wie: Ruiniert/Erwischt – Leben innerhalb der großen Hypothekenkrise) vom Irrsinn des amerikanischen Häusermarkts (erschienen bei W. W. Norton). Lutz Lichtenberger findet, das Buch sei ein seltener Fall von geglückter Betroffenen-Literatur.
Daniel C. Dennett betrachtet in seinem Buch Den Bann brechen die Religion als natürliches Phänomen – und theologisiert damit den Darwinismus (Verlag der Weltreligionen). Christoph Türcke findet, Dennett liefere auf 500 Seiten eine gefällige Sammlung von Lesefrüchten, Einzelargumenten und Ausblicken auf zu Erforschendes, gewürzt mit Gedankenspielen und Witzchen: ein enorm kenntnis- und anekdotenreiches Mega-Exposé.
„Gefiederte Lettern“: Lothar Müller gratuliert dem Schweizer Autor Beat Brechbühl zum siebzigsten Geburtstag.
„Völkerverständigung aus dem Lehrbuch“: Deutschland und Russland wollen gemeinsam ein Geschichtsbuch entwickeln, das die europäische Historie aus zwei Persepktiven betrachtet.
Und die weltweit umfassendste Bibliothek der verbrannten Bücher gehört jetzt der Universitätsbibliothek Augsburg. Die Bibliothek umfasst rund 12.000 Bände, die der Sammler Georg P. Salzmann in privater Initiative in mehr als 30 Jahren aufgebaut hat. Sie konzentiert sich auf das Werk von Autoren, deren Bücher bei der von den Nazis organisierten Bücherverbrennungen vernichtet wurden. Ab 2010 soll die Sammlung öffentlich zugänglich sein.







