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Superpeter: Ausstellung im caricatura museum frankfurt eröffnet

Grandiose Laudatio: Andreas Platthaus

Heute Abend wurde die Exposition, zu der gestern die Buchpräsentation stattfand [mehr…], feierlich und gleichzeitig mit beißendem Humor – dem Haus angemessen – eröffnet.

Dr. Jan Gerchow, Direktor des historischen museums frankfurt, verwies in seinen einleitenden Worten auf die Bedeutung des neuen, eigenständigen Hauses Caricatura, in dem bereits über 43.000 Besucher zu Gast waren. Gleichzeitig spannte er die Brücke zum Historischen Museum, in dem sich das Original-Manuskript des Struwwelpeters von Heinrich Hoffmann befindet.

Stadtrat Prof. Felix Semmelroth freute sich ebenfalls, dass dieses neue Museum der Stadt so gut angenommen wird. Zum bevorstehenden Museumsuferfest vom 28. bis 30. August bietet Caricatura ein eigenständiges Programm, zu dem auch einer der Autoren – Fil – auftreten wird. Achim Frenz, Leiter des caricatura museums frankfurt, wies explizit auf diese Events hin. „Machen Sie Gebrauch von Ihrem Museum, Sie haben’s ja schließlich bezahlt!“, forderte er die Gäste dieser Vernissage auf. Steuer- und Sponsorengelder wurden zur Einrichtung des Hauses genutzt.

„Was immer wieder gut ankommt: eine Künstlerbeschimpfung“, so etwa begann Andreas Platthaus, Redakteur der FAZ und Autor, seine Laudatio für ATAK und Fil. Launig, kenntnis- und einfallsreich beschrieb der die Autoren und Akteure des neusten Struwwelpeters. Natürlich kehrte sich die Beschimpfung der zunächst des Diebstahls, Raubs und der Produktpiraterie Bezichtigten – gerade in Frankfurt verjährt so etwas auch nach fast 150 Jahren nicht – in eine Lobrede um, die in Versen à la Hoffmann endete.

Fil lieferte anschließend eine eigenwillige Performance und sang und spielte auf der kleinen Bühne. Hier konnten viele Frankfurter Zuschauer wohl erstmals einen Künstler kennen lernen, der in Berlin längst Kultstatus hat. Dieser Auftritt passte so recht zum Buch und zur Exposition.

Während das Erdgeschoss des caricatura museums der Sonderausstellung zum neuesten Struwwelpeter-Buch von ATAK und Fil vorbehalten ist und hier 78 Originale aus dem Band zu sehen sind, werden auf der Galerie auch andere Arbeiten – 48 Originale von ATAK und 100 von Fil – gezeigt. Die Auswahl umfasst Bilder, Comic-Strips und Cartoons und bietet einen zusätzlichen Einblick in das Schaffen der beiden Künstler.

Auch die Dauerausstellung des Museum im ersten Stock steht ganz im Zeichen des Struwwelpeters. Hier sind eine Struwwelpeter-Serie von F. W. Bernstein und der Anti-Struwwelpeter von F. K. Waechter zu sehen, letzteres ist eine Leihgabe des Wilhelm-Busch-Museums Hannover. Waechters Anti-Struwwelpeter erschien erstmals 1970 im Melzer-Verlag Darmstadt und war das erfolgreichste Kinderbuch des Künstlers.

Die Ausstellung ist noch bis zum 20. September, dem 115. Todestag von Heinrich Hoffmann, zu sehen.

JF

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