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Hörbuch-Umfrage von Buchfunk: Tankstellen sind beim Hörbuch-Einkauf wenig gefragt, Downloads immer mehr

Anfang Juli hat das Portal Vorleser.net im Auftrag des Buchfunk Hörbuchverlags eine große Umfrage zum Thema Hörbücher durchgeführt. Zur Teilnahme wurden die Besucher des Portals ebenso wie die Leser des Vorleser.net-Newsletters eingeladen. 4.004 Personen nahmen an der Umfrage teil, deren Ergebnisse teilweise überraschend sind.

Mehr als jeder fünfte Befragte (gut 21 %) hört Hörbücher zu Hause oder im Urlaub, tut jedoch nichts nebenher. Eine weitere große Gruppe (24 %) hört Hörbücher im Bett zum Einschlafen. Erwartungsgemäß antwortete ein Drittel der Befragten, Hörbücher beim Auto- oder Fahrradfahren, im Zug oder auf Reisen zu hören. Damit hat sich das Hörbuch zwar als „Nebenbei-Medium“ wie das Radio etabliert. Trotzdem wird es von vielen Menschen gezielt genutzt.

Wo beziehen die Befragten ihre Hörbücher? Hier zeigt sich, dass der klassische Buch- und Versandhandel, aber auch die Bestellung im Internet mit jeweils rund 15 % vorn liegen. Beliebt ist auch der kostenlose Download, was jedoch angesichts der Zielgruppe der Umfrage nicht überrascht. Der kostenpflichtige Download bei Portalen wie Audible.de kommt immerhin auf über 11 %. Mehr als 8 % beziehen ihre Hörbücher aus Bibliotheken. Keine große Rolle als Bezugsquelle scheinen Tankstellen zu spielen (0,4 %).

Etwa ein Drittel der Befragten (34 %) lädt bereits kostenpflichtige Hörbücher aus dem
Internet herunter – ein weiteres Drittel nicht. Fast 20 % der Befragten haben dies in
der Zukunft noch vor.

Der größte Teil der Befragten (40 %) gibt bis 50 Euro im Jahr für Hörbücher aus, 29 %
sogar bis 100 Euro. Immerhin noch 13 % geben bis 300 Euro aus. Mehr als 300 Euro
investieren noch 2 % der Befragten.

Mehr als die Hälfte der Befragten (51 %) kaufen bis zu 5 Hörbücher im Jahr. Bis 10 Hörbücher werden von fast 17 % der Befragten erworben, ähnlich viele (15 %) kaufen mehr als 10. 17 Prozent der Befragten kaufen keine Hörbücher.

Erstaunlich bei den bevorzugten Formaten: Nur noch jeder Fünfte nutzt Audio-CDs, der große Rest (fast 80 %) bevorzugt MP3-Dateien – zwar passend zur Nutzerstruktur (Download-Fans), jedoch ungewöhnlich deutlich.

BUCHFUNK ließ auch den Nutzungsgrad und den Bekanntheitsgrad von Hörbuch-Downloadportalen abfragen. In der Nutzung liegt Audible.de sogar noch vor iTunes. Pionier Soforthoeren.de konnte sich den dritten Platz sichern, gefolgt von Libri.de. „Interessant ist, dass Musicload.de trotz seines hohen Bekanntheitsgrades die Kunden offenbar nicht halten kann“, resümiert Buchfunk-Chef Johannes Ackner. „Andere Portale spielen dagegen kaum eine Rolle.“

Die Ergebnisse der Umfrage relativieren sich in Betrachtung der Teilnehmer: Hauptsächlich wurden User eines Portals befragt, das hunderte Geschichten zum kostenlosen Download anbietet. Die Nutzer sind per se schon Internet- und Download-affin und eher dem (günstigen) Online-Kauf zugeneigt. Daher kaufen auch über 17 % der Teilnehmer gar keine Hörbücher. Dies wird jedoch in der Befragung berücksichtigt: „Somit ist die Umfrage nicht repräsentativ in Bezug auf die Gesamtbevölkerung, wohl aber repräsentativ für die oben beschriebene Gruppe.“

Die ausführlichen Detailergebnisse und weitere Erkenntnisse aus der Umfrage stellt Buchfunk als PDF-Datei zum Download zur Verfügung:
http://click.adjoli.de/go2.php?id=3012

rw

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