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Jahreshauptversammlung in Ulm konstatiert deutliches Plus der Branche

Buchausstellung in Ulm

„2009 war erneut ein gutes Jahr für den Versandbuchhandel: Insgesamt konnte ein Zuwachs von 5,1% erzielt werden. Der Versandbuchhandel hat damit gegen den Branchentrend ein deutliches Plus erwirtschaftet, während der stationäre Buchhandel in 2009 leicht rückläufig war.

Damit liegt der Anteil an den gesamten Umsätzen der Branche bei deutlich über 15%“, so kann heute auf der Jahreshauptversammlung der Versandbuchhändler in Ulm festgestellt werden: „Besonders erfreulich ist, dass die Zuwächse nicht mehr nur ausschließlich im Online-Handel erwirtschaftet wurden, sondern auch der ‚klassische’ (katalog- und außendienstgestützte) Versandbuchhandel wieder gewachsen ist. Einziger Wermutstropfen ist der Rückgang der Buchclubs um 12%.“

Auch im Jahr 2009 hat sich das Umsatzgefüge weiter zugunsten der Online-Händler verschoben. Dieser Trend düfte sich verstärken, wenn das E-Book den Sprung vom Hype zum Verkaufserfolg schafft. Allerdings gehen damit auch Herausforderungen einher: Die Versandbuchhändler sehen sich mit Google, Apple und Co. plötzlich Konkurrenten gegenüber, die noch vor kurzem niemand als Buchhändler wahrgenommen hat.

Die ersten Monate des Jahres 2010 sind im Versandbuchhandel erfreulich gut verlaufen: Während Eis und Schnee den Umsatz stationärer Händler einbrechen ließen, war der Trend zum Buchkauf vom heimischen Sofa aus erkennbar. In den letzten Tagen ist eine Verunsicherung der Käufer durch die Diskussionen um die Griechenland-Krise und die Stabilität des Euro festzustellen.

Diese Zahlen und Einschätzungen gab Christian Russ, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Versandbuchhändler, am Rande der Tagung in Ulm bekannt.

Ein wichtiges Thema der Tagung sind die ständigen Änderungen im Fernabsatzrecht. Vor allem die von den Versandhändlern zu erfüllenden Belehrungspflichten sind von niemandem mehr zu durchschauen. Was zum Schutz des Verbrauchers gedacht war, hat sich in der Praxis zum Tummelplatz für Anwälte entwickelt, die wegen kleinster Formulierungsfehler massenweise kostenpflichtige Abmahnschreiben an Händler richten. Der Verband ersucht die Bundesregierung, insbesondere das Recht der Widerrufsbelehrung neu zu ordnen und für Rechtssicherheit der Händler zu sorgen.

Wie jedes Jahr findet zudem eine Fachmesse des Versandbuchhandels im Kongresszentrum statt, auf der mehr als 100 Verlage ihre für die Händler wichtigen Neuerscheinungen präsentieren.

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