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taz probiert neues Mikropayment-System Flattr

Der Gründer der Tauschplattform Pirate Bay, Peter Sunde, hat ein neues soziales Mikro-Bezahlsystem auf den Weg gebracht. Mit dem Flattr genannten System sollen Konsumenten die Chance haben, ihre Wertschätzung für einen Artikel pekuniär auszudrücken.

Das System befindet sich noch in der geschlossenen Beta-Phase, berichtet die taz. Die Berliner Zeitungsmacher wollen es als erste einsetzen. Es könnte in der Buchbranche auch in die Überlegungen des Kapitel weisen Verkaufs einbezogen werden. Das System basiert auf freiwilliger Zahlung. Die taz beschreibt die Idee so: „Jeder User hat einen Account, auf den er einen monatlichen Beitrag einzahlt, den er für Internetinhalte ausgeben will. Sagen wir zwanzig Euro. Wenn er etwas Gutes gefunden hat, drückt er auf den Flattr-Button. Am Ende des Monats werden die zwanzig Euro zu gleichen Teilen unter allen geflatterten Urhebern aufgeteilt.“

Matthias Urbach, Leiter der Online-Redaktion schreibt: „Keiner weiß, ob Flattr funktionieren wird, ob also genug Leute mitmachen, damit wirklich nennenswerte Beträge zusammenkommen. Die taz hat mit freiwilligen Zahlungen gute Erfahrungen gemacht. Dennoch glauben wir nicht, dass wir mit Flattr schnell auf unsere (Online-)Kosten kommen werden. Wir haben gelernt, dass man mehrere Wege gleichzeitig beschreiten muss.“

Und weiter: „Aber wir wollen mit der Integration des Flattr-Buttons auch unseren Teil dazu beitragen, dass Flattr für alle Urheber im Internet ein Erfolg wird. Damit das Internet ein Ort des freien Austausches bleibt.“

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