
Gestern Vormittag präsentierte der CoCon-Verlag Hanau im kaufhausHessen in Frankfurt das etwas andere Kochbuch den Medien, am Abend gab es am gleichen Ort eine öffentliche Party dazu.
Anja Zeller, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit im Verlag, wies darauf hin, dass das vorliegende Buch mit einem „normalen“ Kochbuch nicht zu vergleichen ist.
Autor Peter Schwindt, eigentlich aus Bonn stammend, hatte vor 15 Jahren erste Erfahrungen mit hessischer Küche gemacht und war auf den Geschmack gekommen. Gemeinsam mit Illustratorin Leonore Poth, der Tochter von Chlodwig Poth, ist eine bebilderte Wanderung durch Hessen und seine Kochtöpfe entstanden.
Handkäs und Grüne Soße sind über die Landesgrenzen hinaus bekannt, doch wer hat schon einmal etwas von Krautkuchen aus dem Gießener Land, Klätscherchensuppe, Dulges oder Versoffener Jungfer gehört? Nun sind diese Rezepte nachzulesen und nachzukochen.
Verlagsinhaberin Annette Schulmerich hat die alten Küchenweisheiten nicht nur für die heutige Zeit entsprechend abgespeckt – sie waren für Menschen mit harter körperlicher Arbeit gedacht und entsprechend kalorienreich – , sondern auch Einiges nachgekocht.
Zeichnerin Leonore Poth nahm als „Plot“ die Bremer Stadtmusikanten und veränderte die Anfangsidee nach den Textvorlagen. Die hessischen Helden kommen als zwei kupferne Töpfe, eine Pfanne und eine Kanne daher und eröffnen am Ende ihrer Wanderschaft eine Gaststätte in Frankfurt-Bockenheim, genau so, wie sie sich Leonore Poth wünscht, aber wie sie dergestalt leider noch nicht existiert.
Das kaufhausHessen, das mit Regionalprodukten im vergangenen Jahr öffnete, reiht ein weiteres Buch in seinen bereits ansehnlichen Printbestand ein. Die Geschäftsführerinnen Kari Deppe und Katja Zöller haben Erfolg mit ihrem Konzept. Doch nicht nur hier, sondern auch in allen Buchhandlungen ist das lustige und ungewöhnliche Rezept- und Geschichtenbuch zu haben.
JF