Sage keiner, daß Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin nicht für immer noch eine Überraschung gut ist: Nach dem Wirbel um seine umstrittenen Thesen zur Einwanderungspolitik verlässt er nun freiwillig die Bundesbank, meldet der Spiegel.
Er habe den Bundespräsidenten gebeten, ihn vom Amt zu entbinden, erklärte der Vorstand der Bundesbank heute Abend in Frankfurt. Christian Wulff muss daher nicht mehr über den Antrag des Vorstands auf Entlassung Sarrazins entscheiden.
Während einer Lesung heute in Potsdam kommentierte Sarrazin seine Entscheidung: Der Bundesbank-Vorstand halte die gegen ihn erhobenen Anwürfe, er hätte sich gegenüber Ausländern diskriminierend geäußert, nicht weiter aufrecht. Zweitens: Der Bundesbank-Vorstand habe beim Bundespräsidenten den Antrag, Sarrazin aus dem Amt zu entlassen, zurückgezogen. Drittens: Sarrazin selbst habe den Bundespräsidenten gebeten, ihn schon zum 30. September von seinem Amt zu entbinden.