Das Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) integriert zum 1. Januar 2011 die „Gelbe Beilage“, in der die Verlage Preisänderungen und Aufhebungen von Ladenpreisen ankündigen.
„Das VLB wird Referenzdatenbank. Da ist es nur konsequent, dass dort auch die aktuellen Preise abgerufen werden können“, sagt Ronald Schild, Geschäftsführer der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH. „Das VLB macht einen deutlichen Qualitätssprung. Es bietet künftig das All Inclusive-Angebot rund um den verbindlichen Ladenpreis von Büchern. Egal ob Preisänderungen gemeldet oder abgerufen werden – künftig gibt es das beim VLB aus einer Hand“, so Schild. Billiger wird die Meldung auch, denn die Meldegebühren für die „Gelbe Beilage“ entfallen. Pro Meldung bezahlen die Verlage bislang mindestens 27,50 Euro.
Die „Gelbe Beilage“ soll dadurch aktueller und umfassender werden. Durch die Integration werden alle Preisankündigungen, die an das VLB gemeldet werden, automatisch erfasst und zusammengestellt. Auf Wunsch bietet das VLB Buchhändlern und Verlagen zudem einen Erinnerungsdienst an: Wer sich für diesen kostenlosen Service anmeldet, erhält jeden Donnerstag automatisch eine E-Mail mit einem Link zur aktuellen Ausgabe der „Gelben Beilage“. Die Preise der Titel im VLB sind zudem über www.buchhandel.de jederzeit für jeden frei einsehbar.
Mit der Integration der „Gelben Beilage“ werden ab dem 1. Januar 2011 die Preise für Titelmeldung an das VLB angepasst, nämlich gestaffelt: Die Titelmeldegebühr beträgt für die
ersten 500 elektronisch gemeldeten Titel künftig 3,40 Euro pro Titel und Kalenderjahr. Für den
501. bis 1.000. Titel zahlen Verlage wie bisher 3 Euro pro Titel. Für den
1.001. bis 5.000. Titel zahlen sie nur noch 2,90 Euro pro Titel.
Ab dem 5.000. elektronisch gemeldeten Titel beträgt die Meldegebühr 2,60 Euro.
Ein Beispiel: Ein Verlag, der im nächsten Jahr 3.300 Titel an das VLB meldet, zahlt insgesamt 9.870 Euro. Das sind jeweils 3,40 Euro für die ersten 500 Titel, jeweils 3 Euro für weitere 500 Titel und jeweils 2,90 Euro für die restlichen 2.300 Titel.
Für Papiermeldungen an das VLB zahlen Verlage künftig 4,50 Euro pro Titel. Bislang betrug die Gebühr 3,50 Euro. „Papiermeldungen müssen per Hand verarbeitet werden, das ist ein überproportional großer Aufwand“, begründet Schild die Anhebung. Die Jahresmindestgebühr beträgt 79 Euro.
Weitere Informationen sowie eine Beispielrechnung sind abrufbar unter www.vlb.de.