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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons und Billers Esra ist trotz richterlichen Verbots downloadbar

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Der Streit um den Roman Esra von Maxim Biller habe eine „digitale Wendung“ erfahren: Der Roman kann von verschiedenen Plattformen heruntergeladen werden. Kiepenheuer & Witsch-Verleger Helge Malchow betont, damit nichts zu tun zu haben. Man behalte sich rechtliche Schritte vor. „Das Bundesverfassungsgericht hat letztinstanzlich gesprochen, aber das Internet hört einfach nicht zu“, kommentiert Harry Nutt.

„Als würde ein weiteres Buch erwartet“: Christoph Buch im Gastbeitrag darüber, was einen Schriftsteller antreibt und was ihn verärgert. „Wieviel müssen wir Ihnen zahlen, damit Sie endlich aufhören über Tahiti zu schreiben?“, soll Siegfried Unseld einmal Buch gefragt haben.

„Modern im Kreis herumgefahren“: Hugo Hamilton (Der irische Freund, Luchterhand) und Roddy Doyle (Typisch irisch, Hanser) erzählen vom Einwanderungsland Irland.

„Im Angesicht der Gesetze“: Autor Franz Dobler (Letzte Stories, Blumenbar und Ich fühlte mich stark wie die Braut…, Songdog), über Jack Blacks historischen Essay Gesetzbuch und Ganovenehre bei Books ex Oriente, der das Dilemma zeigt, in dem jeder Ex-Kriminelle steckt.

Krimiempfehlung geht an: Franz Xaver Roth, Böser Mann, Knaus („Man ahnt, dass Mama Luginger ihre Gründe hat“).

Comicempfehlung erhält Jack Kent, King Aroo, Bocola Verlag („Ein König benimmt sich gern mal daneben“)

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Güstrow, mein New York“: In seinem Erzählband beschreibt Gregor Sander raffiniert das Leben an der Ostsee als höllisches Paradies.
Gregor Sander: Winterfisch (Wallstein)

„Für Tagediebetage: Jim Avignons Plakate“: Die Plakatsammlung oder das Posterbuch mit vierzig Plakaten von Jim Avignon bereitet Vergnügen: Wilde, raue, ungebärdige, bunte Kunst.
Jim Avignon: Me and the establishment (Onkel & Onkel)

Kritik in Kürze
„Schreiende Vögel“: Ein würdiges Epitaph des unvollendeten Prager Dichters:
Hans Werner Kolben: Das Schwere wird verschwinden (Arco)

„Suchende Teenager“: Ein Reflexionsroman, aber der Ton ist dröge und das Ergebnis ist ausgesprochen ermüdend.
Peter Hörner: Gynt (Limmat)

Neue Sachbücher
„Dieser Heilige des Jazz brachte es sogar zu einer Kirche seines Namens“: Eine äußerst lebendige und anregende Biographie des Jazzmusikers John Coltrane. Durch die Vielfalt der Meinungen und Blickwinkel erhält der Text Farbe und Bewegung.
Karl Lippegaus: John Coltrane (Edel)

Süddeutsche Zeitung

In Schöner unsere Paläste! Berliner Fotografien 1978-1998 zeigt Gerd Danigel Berliner Fotografien aus der Vor- und Nachwende, Lehmstedt Verlag

Ein Jurist der Spätaufklärung will die Täter verstehen: Karl Müchler klärt dreifache Morde in seinem Krimi Kriminalgeschichten. Aus gerichtlichen Akten gezogen auf. Werhahn Verlag

Die „wunderbare“ Studie des Richard Cobbs über den Pariser Alltag nach der Revolution und das Gehemnis der Hosenknöpfe: Tod in Paris. Die Leichen der Seine 1795-1801, Klett-Cotta

Die „Überraschung der Saison“: Stephen Kelmans London-Roman Pigeon English im Berlin Verlag

Die Welt

„Furcht ist nicht in der Liebe“: Zum Harry-Potter-Film-Start Vater Matthias Kamann und dessen Tochter Marie Schwarz darüber, was Harry Potter zwei verschiedene Generationen gelehrt hat.

Interview mit Robert Spaemann (Nach uns die Kernschmelze bei Klett Cotta) über Kernschmelzen, Gottfried Benn, Mephisto und den Willen Gottes.

„Das letzte bisschen Blau des Himmels über China“: Damit sein Buch erscheinen kann, floh der Dissident Liao Yiwu nach Berlin. Es erscheint unter dem Titel Für ein Lied und hundert Lieder bei S. Fischer.

Der indische Autor Altaf Tyrewala (Kein Gott in Sicht, Suhrkamp) liest in einer Berliner Justizvollzugsanstalt.

Und falls Ihnen mal nichts mehr einfällt: In Köln lebt ein Mann davon, dass er zwei Witze für einen Euro erzählt, er macht damit bis zu 40 Euro pro Tag…, sammeln Sie schon mal unsere Montagswitze für schlechte Zeiten.

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