
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
„Glückliche Autoren haben eine Passion“: Kriminalautor Jan Costin Wagner über den Unfug von Genre-Zuordnungen. Sein vierter Kimmo-Joentaa-Roman erscheint am heutigen Donnerstag
Jan Costin Wagner: Das Licht in einem dunklen Haus (Galiani)
„Aufklärer und Katholik“: Douglas Couplands Biographie über Medientheoretiker Marshall McLuhan ist eine der originellsten Persönlichkeitsdarstellungen der Gegenwartsliteratur. Coupland gerät allerdings bisweilen in den Verdacht einer gewissen Eitelkeit in seinem Bemühen, seine Originalität zu belegen.
Douglas Coupland: Marshall McLuhan. Eine Biographie (Tropen bei Klett-Cotta)
Marshall McLuhan:
Das Medium ist die Message (Tropen bei Klett-Cotta)
Die mechanische Braut (Verlag der Kunst)
Die magischen Kanäle (Verlag der Kunst)
The Gutenberg Galaxy: The Making of Typographic Man (University of Toronto)
„Er ist eine ganz reizende Frau“: In einer glänzenden Neuübersetzung ist der Romanerstling Théophile Gautiers von 1835 eine wahre Entdeckung.
Théophile Gautier: Mademoiselle de Maupin (Manesse)
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Korruption ist besser als Chaos“: Wladimir Makanin hat in seinem Roman über den Konflikt in Tschetschenien eine gültige Formel für die universale Geiselnahme namens Krieg gefunden.
Wladimir Makanin: Benzinkönig (Luchterhand)
„Im Schmelzwassertümpel mit Melusine“: Tim Krohn schickt in schlichten Sätzen eine Ziegenhirtin in die Niederungen der Zivilisation. Ein Buch, das Märchenfreunde in einem Zug durchlesen werden.
Tim Krohn: Der Geist am Berg (Galiani)
Neue Sachbücher
„Die Enterprise hinterlässt ihre Spuren“: Wie das Leben im Jahr 2100 aussehen könnte: Michio Kaku verknüpft Wissenschaft mit Science-Fiction und wagt Prophezeiungen.
Michio Kaku: Physics of the Future. How science will shape human destiny and our daily lives by the year 2100 (Penguin)
„Wer hat im Gemeinwesen den hut auf?“: Rebekka Klein bringt die politische Philosophie in Verlegenheit.
Hg. Rebekka Klein: Sozialität als Conditio Umana. Eine interdisziplinäre Untersuchung zur Sozialanthropologie in der experimentellen Ökonomik, Sozialphilosophie und Theologie (Edition Ruprecht)
Süddeutsche Zeitung
„Die unendliche Geschichte“: Im Internet spinnen seine Anhänger die Abenteuer von Harry Potter fort.
„Der verschluckte Spiegel“: Aus Janet Frames Nachlass wird ein Roman veröffentlicht, der ihr selbst als zu privat erschien – die Freude ist ganz auf unserer Seite.
Janet Frame: Dem neuen Sommer entgegen (C.H. Beck)
„Pralinen für die gute Sache“: Der Kritiker James Woods verteidigt den Realismus – mit hinreißenden Analysen großer Meister, allerdings ohne zeitgenössische Autoren zu berücksichtigen.
James Woods: Die Kunst des Erzählens (Rowohlt)
„Verlegerfreundlich“: Italien hat ein neues Gesetz zur Regelung der Buchpreisbindung verabschiedet nach dem Nachlässe nur bis zu einer Höhe von 15 Prozent auf den vom Verlag festgelegten Ladenpreis gewährt werden dürfen. Diese Regelung gilt nun auch für das Internet.
Die Welt
„Das Internet möchte Dein Freund sein“: Fank Schirrmacher räsoniert darüber, ob wir in den Datenströmen unsere Menschlichkeit verlieren und stellt schon mal fest: „Meine Persönlichkeit ist viel mehr als Google von mir weiß.“ Gut, dass er uns daran erinnert.
Die erste Strophe des Deutshlandliedes in der Originalhandschrift des Dichters Hoffmann von Fallersleben wurde jetzt in einem 160 Jahre alten Klassenbuch im schleswig-holsteinischen Meldorf entdeckt. Ein Soziologe war einer Tagebucheintragung gefolgt und entdeckte das Buch in einem Panzerschrank.
Über die Besprechungen in der heute erscheinenden Zeit und dem Freitag morgen, berichteten wir bereits gestern [mehr…].







