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Volker Oppmann zum Verkauf von textunes an Thalia

Vorhin wurde bekannt, dass Volker Oppmann sein Start-Up Unternehmen textunes an Thalia verkauft hat.

Das war Anlass für Fragen an den Pionier der E-Buch-Szene:

Warum haben Sie sich zu dem Verkauf entschlossen?
Volker Oppmann:
Diese Frage lässt sich ganz klar beantworten: Thalia ist ein sehr

Volker Oppmann

starker Partner für textunes, da beide Unternehmen voneinander profitieren können: textunes liefert die Infrastruktur für plattformübergreifende eBook-Apps, Thalia liefert im Rahmen ihrer Multichannel-Ausrichtung ein umfassendes Filialnetz und entsprechendes Know-how in unterschiedlichen Vertriebskanälen. Für uns war genau diese Kombination ausschlaggebend.

Hat sich das reine E-Geschäft nicht mehr gelohnt?
Doch, selbstverständlich. Sogar mehr denn je. Es ist jedoch unerlässlich, dem Kunden ein umfassendes Servicepaket anzubieten. Dazu gehört auch, den Kunden überall dort abzuholen, wo er sich gerade aufhält – eben nicht nur auf SmartPhones und Tablet PCs, sondern gerade auch auf dezidierten eReadern sowie mit kompetenter Beratung direkt in der Filiale vor Ort. Gerade die Verortung in der realen Welt – also auch 1.0 verfügbar und ansprechbar zu sein – ist ein großer Vorteil gegenüber reinen Online-Händlern.

Reizt Sie der Buchhandel doch mehr?
Buchhändler sind und waren wir ja schon längst. textunes war von vornherein mit der klaren Ambition gestartet, eine Handelsplattform aufzubauen. Insofern haben wir jetzt lediglich den letzten konsequenten Schritt gemacht, um unsere Kunden auch tatsächlich über alle Kanäle erreichen zu können. Gemeinsam mit Thalia können wir nun die gesamte Bandbreite an Kundenbedürfnissen abdecken.

Was sagen die Verlage dazu, die sich nun Thalia ausgeliefert fühlen dürften…?
Diese Sorge wurde uns gegenüber weder geäußert noch kann ich sie nachvollziehen, da die Verlage ja in erster Linie fürchten, sich den großen Monopolisten wie Apple, Amazon oder Google auszuliefern. Im Gegenteil: Wir wollen durch eine starke Allianz ja gerade den heimischen Markt stärken und so ein ernstzunehmendes Gegengewicht schaffen.

Was wird sich durch den Verkauf für textunes ändern?
Erst einmal wird sich nichts ändern, da Thalia an unserem Team, unserem Know-how und auch an dem Standort interessiert war. Wie sich unsere beiden Strategien konkret verbinden lassen, werden die nächsten Wochen zeigen. Aber diese Kontinuität war auch für uns eine Voraussetzung für den Verkauf.

Wie geht es Ihnen persönlich mit dem Verkauf?
Mir geht es gut. Der Schritt wirkt sogar motivierend, auch, wenn das jetzt schizophren klingen mag. Aber mit einem Partner wie Thalia im Rücken haben wir ganz andere Möglichkeiten.

Die Fragen stellte Margit Lesemann

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