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Mundpropaganda im Web 2.0: Audible.de bietet seinen Lesern freie Downloads für Rezensionen

Das Rezensionsportal bei Audible (per Klick aufs Bild zur Seite)

Rezensionen sind in Zeiten von Social Media und User Generated Content das Zauberwort: Wer in Blogs oder Online-Magazinen über seine Lieblingshörbücher berichtet, sorgt für eine Verbreitung des Literaturmediums Hörbuch – eine Ansicht, die das Downloadportal Audible.de mit einem „Rezensionsprogramm“ unterstreicht. Das Ziel: Mindestens 1000 Rezensionen sollen zusätzlich veröffentlicht werden.

Von „A“ wie „Ada Mitsou“ bis „Y“ wie „Yolantas Bibliothek“ reicht die lange Liste an Blogs (http://www.hoerbuecher-blog.de/hoerbuch-blogs), die regelmäßig über Bücher und Hörbücher berichten und jedes für sich ein mehr oder weniger großes Publikum erreichen – insgesamt allerdings eine stolze Zahl an Literatur-affinen Internet-Usern.

Das Rezept für eine Win-Win-Situation liest sich auf der Seite des Rezensionsprogramms (http://www.hoerbuecher-blog.de/horbuch-rezensionsprogramm-von-audible-de) wie folgt: „Schreibt Hörbuch-Rezensionen! So tappen andere Hörbuch-Fans nicht länger im Dunkeln und fühlen sich bei der Auswahl der Hörbücher im Internet besser beraten. Wir stellen euch dafür kostenlos Hörbücher eurer Wahl zum Download zur Verfügung. So könnt ihr aus 40.000 Titeln frei wählen, welche Hörbücher ihr rezensieren wollt.“

In den neun Monaten, seit Audible das Rezensionsprogramm gestartet hat, hat sich viel getan – berichtet Silvia Jonas, PR- und Social-Media-Managerin des Berliner Unternehmens: „Das Programm hat sich dank unserem Blogeintrag, dank Facebook, Twitter und einer gezielten E-Mail an ausgewählte Blogger sehr schnell verbreitet und unsere Erwartung bereits in den ersten Tagen mehr als übertroffen. Aktuell liegt die Zahl der Blogger, die Interesse an Hörbuch-Rezensionen haben, bei über 130.“

Studien zufolge gehören Rezensionen bei den Kunden noch immer zu den wichtigsten Kriterien für die Kaufentscheidung. Audible habe laut Silvia Jonas das Programm gestartet, „damit Hörbuch-Rezensionen vermehrt auch auf Literatur-, Buch- und Literaturblogs in ganz Deutschland zu finden sind und damit die Leser dieser Blogs sich vielleicht neben Büchern auch mal einem Hörbuch widmen und gleichzeitig eine Empfehlung oder Entscheidungshilfe bekommen“.

Denn ein Missstand ist auch im zweiten Jahrzehnt des dritten Jahrtausends in der Hörbuchbranche allgegenwärtig: Trotz massenweise Blogs zum Thema Literatur und ebenso vielen Rezensionen zu Büchern fehlt immer noch oft eine Hörbuch-Rubrik oder werden eher selten Hörbuch-Rezensionen verfasst. So ist die Audible-Aktion nicht nur Selbstzweck, sondern auch klassisches Gattungsmarketing: „Unser Ziel ist es, dazu beizutragen, dass das Thema Hörbuch auf diesen Blogs mehr Akzeptanz erhält.“

Aktion Nummer 2: Beflügelt von der modernen Mundpropaganda, wiederholt Audible aktuell ein Experiment, das bereits im Mai gestartet war. Buch-, Literatur- und Hörbuch-Blogger wurden nach ihren „absoluten Hörbuch-Schätzen“ gefragt und ihre Empfehlungen im Audible-eigenen Blog veröffentlicht – mit gut 25.000 Besuchern allein im August. Für den Herbst wurde die Aktion auf http://www.hoerbuecher-blog.de/die-horbuch-schatze-fur-den-herbst ausgeweitet. „Dieses Mal haben wir Sprecher, Autoren, Verlagskollegen, Journalisten, Blogger und diejenigen gefragt, die Hörbücher produzieren“, erklärt Silvia Jonas. „Herausgekommen ist eine interessante Mischung aus englischen Hörbüchern, Sachbüchern, Belletristik, Thrillern und vielen weiteren Hörbüchern.“

Bis Mitte Oktober können sich Hörbuch-Interessierte an jedem Werktag auf einen Hörbuch-Tipp freuen. So empfiehlt zum Beispiel Christian Bärmann vom Magazin „BÜCHER“ das Hörbuch „The Graveyard Book“ von Neil Gaiman, Andrea Kammann von der Community Buechereule.de stellt Sara Gruens „Wasser für die Elefanten“ vor, und Jörg Hermann von der Computerzeitschrift „PCgo“ wirbt für das Hörbuch „Fever Pitch“ von Nick Hornby, für das man nicht unbedingt Fußballfan sein muss.

rw

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