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Heinz Kraxenberger

So erinnern wir uns
an Heinz Kraxenberger

Betroffen erfahren wir heute von seiner Frau, dass Heinz Kraxenberger gestern früh am 24.11.2011 überraschend gestorben ist.
Heinz Kraxenberger (geb. am 8.9.1946) war ein Urgestein der Münchner Buchwerber-Szene; ich kenne ihn noch aus seiner Zeit als Werber bei GU. Merkwürdig, dass sich unser letztes Gespräch um Henrike Hagedorn drehte, die auch viel zu früh gestorben ist und mit der er bei GU „eine verdammt erfolgreiche, schöne Zusammenarbeit“ hatte, wie er mir dabei sagte. Er hat aus eigener Erfahrung die Höhen und Tiefen des Strukturwandels im Buchhandel miterlebt: „Ich glaube, dass vor mir keiner jemals 5.800 Deko-Pakete produziert und im Buchhandel eingesetzt hat. Wir haben damals weit über 1.300 Schaufensterfotos von teilnehmenden Buchhandlungen erhalten“.
Das alles ist lange her; 1980 hatte sich Kraxenberger über lange Zeit sehr erfolgreich selbständig gemacht (die ertsen Räume seiner Agentur waren noch im GU-Verlagshaus), auch mal einen Verlag gegründet und zuletzt zuletzt mit seiner Frau Carola Wetzel-Kraxenberger auf etwas kleinerer Flamme sein Atelier in der Blumenstrasse 34a in Unterföhring betrieben. Er hinterläßt zwei Söhne: Michael (40) und Stephan (38).
Wir trauern mit ihr um einen langjährigen Freund und Weggefährten.

Das letzte Foto von
Heinz Kraxenberger

Sein Freund Eckard Waasmann sagt: „Die Abende, Nächte und ganze Wochenenden waren zu den schönsten Momenten für uns in Bayern geworden. Was haben wir nächtelang über Verlagsmenschen, Verlage, Politik, und Zwischenmenschliches, kurz über Gott und die Welt geredet.
Ich kenne Heinz nun seit über 14 Jahren. In den Jahren als Werbeleiter schätzte ich ihn als kreativen Werber, der mit seinen vielen überraschenden Ideen erfolgreiche Kampagnen für uns, vor allem für den Südwest-Verlag kreierte. Schon hier mochte ich besonders seine absolute bedingungslose Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit. Eine Seltenheit unter den vielen Sprücheklopfern. Bei den Werbern nicht unbedingt ein hervorstechendes Merkmal. Seine offene Art brachte uns auch privat näher und im Laufe der Jahre entstand eine tiefe Freundschaft zwischen uns.
Was mir früher nicht auffiel: Heinz war ein wahnsinnig ironischer, lustiger und positiver Mensch mit einem Humor irgendwo zwischen Karl Valentin und Loriot. Seine Erzählungen über seine Amerikareisen und seine selbstironischen Erzählungen z. B. über seine unzulänglichen Sprachkenntnisse bei seinen Reisen gehörten zu den Höhepunkten der fröhlichsten Abende, die ich hier in Bayern erlebte. Und er war ein echter und sehr verlässlicher Freund, der immer genau zuhörte. Er hinterlässt bei mir eine riesige Lücke.
Ich als Fotograf stelle jetzt aber fest, dass ich Heinz nie fotografiert habe! Lediglich ein älteres existiert,es zeigt ihn so, wie er war.“

Die Beisetzung ist am Mittwoch um 9.00 Uhr auf dem Parkfriedhof in Unterföhring.

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