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Bücher und Autoren in der ZEIT und im Freitag von morgen – mit den Literaturbeilagen zur Buchmesse

Hier finden Sie die Bücher, die morgen in der ZEIT und übermorgen im Freitag besprochen werden. Damit Sie heute schon wissen, wonach der Kunde fragt, was sie auslegen und vielleicht noch schnell bestellen sollten.

Zeit

Heute mit Literaturbeilage, auf gehts…

„Der Tag, an dem Herrn H. die Welt abhandenkam“: Kurz vor seinem Tode verfasste Erich Honecker im Gefängnis „Letzte Aufzeichnungen“ für seine Frau Margot. Jetzt, achtzehn Jahre später, erscheinen sie mit einem Vorwort der Witwe. Die Schriftstellerin Monika Maron hat für die ZEIT diese Notizen des einstigen SED-Chefs gelesen und sie für eine fiktive Collage verwendet – mit literarischen Augen schaut sie in die Seele des gescheiterten Herrschers
Erich Honecker: Letzte Aufzeichnungen, edition ost

„Sie ist auf Alarm. Sie sucht eine Schulter zum Anlehnen. Sie schläft nicht. Sie haut ab“: Olga Grjasnowa trifft aus dem Stand den Nerv ihrer Generation. Zeitgeschichtlich wacher und eigensinniger als dieser Roman war lange kein deutsches Debüt
Olga Grjasnowa: Der Russe ist einer, der Birken liebt, Hanser

„Die Firma ist das Leben, und das Leben die Firma“:
Christoph Bartmann, Leben im Büro. Die schöne neue Welt der Angestellten, Hanser

„Zurzeit gucke ich nach der Arbeit immer noch eine Viertelstunde Webcam“: So schön kann Entfremdung sein: Thomas von Steinaecker schreibt einen heiteren, gestylten Angestelltenroman aus dem Herzen unserer Gegenwart
Thomas von Steinaecker: Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen, S. Fischer

„Die 68er-Generation zieht Bilanz. Was ist übrig geblieben vom großen Aufbruch?“: Friedrich Christian Delius und Bernd Cailloux legen in diesem Frühjahr autobiografische Texte vor
Bernd Cailloux: Gutgeschriebene Verluste Roman mémoire, Suhrkamp
Friedrich Christian Delius: Als die Bücher noch geholfen haben , Rowohlt Berlin

„Unser Leben mit den Vätern, die aus der großen Kälte kamen“: Marion Brasch wuchs in einer DDR-Familie auf, die zur Nomenklatura zählte, bei Julia Francks Großmutter gingen Dissidenten ein und aus. Jetzt haben beide Familienromane veröffentlicht. Ein Gespräch über das Leben in der DDR, die Funktionärskaste und den Glauben an den Kommunismus
Julia Franck: Rücken an Rücken, S. Fischer
Marion Brasch: Ab jetzt ist Ruhe – Roman meiner fabelhaften Familie, S. Fischer

„Er will doch nur spielen“: Beatriz Preciado hat sich in den Porno-Kulissen des »Playboy« umgeschaut und entdeckt, dass die multimediale Sexwelt ganz schön viel Arbeit macht.
Beatriz Preciado: Pornotopia. Architektur, Sexualität und Multimedia im »Playboy«., Klaus Wagenbach

Hörbuch: „Immer diese Hingesprochenheit“: 15 Stunden Martin Walser über sich und sein Werk im Quartino Verlag

„Nichts bleibt wie es war“: Michael Ondaatjes schillernder Roman »Katzentisch« über eine Ozeanreise, die ein Leben verändert hat
Michael Ondaatje: Katzentisch, Hanser

„Berliner Nächte“: Imran Ayatas deutsch-türkischer Vereinigungsroman 
Imran Ayata: Mein Name ist Revolution , Blumenbar

„Erinnerungen und Magie“: Marcel Beyer reist durchs eigene Leben
Marcel Beyer: Putins Briefkasten. Acht Recherchen, Suhrkamp

„Deutsche Pappnasen“: Lars Brandt treibt allerhand geheimnisvolle Späße
Lars Brandt: Alles Zirkus, Hanser

„Lob des Unkrauts“: Nina Bußmann grübelt kunstvoll in ihrem Debütroman.
Nina Bußmann: Große Ferien, Suhrkamp

„Aus der Zona nach Laos“: André Kubiczeks Roman macht die DDR zur Kunst
André Kubiczek: Der Genosse, die Prinzessin und ihr lieber Herr Sohn, Piper

„Louki, wo bist Du?“: Patrick Modianos mitreißend melancholischer Roman Im Café der verlorenen Jugend erscheint bei Hanser

„Eie Welt mit Reißverschluss“: Georges-Arthur Goldschmidt erkundet sein Leben
Georges-Arthur Goldschmidt: Ein Wiederkommen, S. Fischer

„Literarischer Tierschutz“: T. C. Boyle schreibt für eine
bessere Welt 
T. C. Boyle: Wenn das Schlachten vorbei ist, Hanser

„Zwei Pillen Wuinterschlaf“: Benjamin Leberts neuem Roman fehlt der Mut zur Fremde 
Benjamin Lebert: Im Winter dein Herz , Hoffmann und Campe

„Alle sehr ordentlich“: Jens Sparschuh führt uns einen Terroristen des Aufräumens vor 
Jens Sparschuh: Im Kasten, Kiepenheuer & Witsch

„Die Lust am Morbiden“: Gerbrand Bakker kennt die Abgründe des Landlebens 
Gerbrand Bakker: Der Umweg , Suhrkamp

„Stille Post bei Europol“: Arne Dahl nimmt die schwarze Seite der Globalisierung aufs Korn 
Arne Dahl: Gier , Piper

„Der Fisch, der frisch wirkt“: Martin Lindstrom weiß, wie sich die Vermarkter unserer Gefühle bedienen
Martin Lindstrom: Brandwashed. Was du kaufst, bestimmen die anderen, Campus

„Beweglich bleiben“: Das große politische Thema des Bücherfrühjahrs heißt: Energiewende. Doch welches Buch lohnt es zu lesen? Christiane Grefes Auswahl:
H. Koch, B. Pötter, P. Unfried: Stromwechsel Wie Bürger und Konzerne um die Energiewende kämpfen, Westend
Alexander Neubacher: Ökofimmel. Wie wir versuchen, die Welt zu retten – und was wir damit anrichten, DVA
Wolfgang Schmidbauer: Das Floß der Medusa. Was wir zum Überleben brauchen, Murmann
Johannes Winterhagen: Abgeschaltet. Was mit der Energiewende auf uns zukommt, Hanser
Dannenberg/Duracak/Hafner/Kitzing: Energien der Zukunft. Sonne, Wind, Wasser, Biomasse, Geothermie, Primus

„Erst die Aktien, dann das Leben“: Endlich gibt es eine neue Biografie Machiavellis: Volker Reinhardt entdämonisiert den Philosophen der Macht
Volker Reinhardt: Machiavelli oder die Kunst der Macht, C. H. Beck

„Die Seifenblase platzt sowieso“
Sari Nusseibeh provoziert durch neuen Realismus: Er rät Israelis und Palästinensern zum gemeinsamen Staat
Sari Nusseibeh: Ein Staat für Palästina?, Plädoyer für eine Zivilgesellschaft in Nahost, Kunstmann

„Im Namen des Volkes“: Das Warten hat sich gelohnt: Michael Stolleis’ fulminante „Geschichte des öffentlichen Rechts“ liegt nun vollständig vor
Michael Stolleis: Geschichte des öffentlichen Rechts in Deutschland
Vierter Band: 1945–1990
, C. H. Beck

„Darfs etwas mehr Marx sein“ Terry Eagleton schafft es, das jeder sich für einen Sozialisten halten kann
Terry Eagleton: Warum Marx recht hat , Ullstein

„Man muss es selbst machen“: Eugene Rogan über die Kräfte der Erneuerung in der arabischen Welt
Eugene Rogan: Die Araber. Eine Geschichte von Unterdrückung und Aufbruch, Propyläen

„Im Üerflieger“: Der Historiker Paul Nolte zeigt uns die Vielfalt der historischen Demokratien: Von oben.
Paul Nolte: Was ist Demokratie? Geschichte und Gegenwart, C.H. Beck

„Das Glück des Denkens“: Herbert Schnädelbach verteidigt die akademische Philosophie gegen ihre Verächter und singt ein Loblied auf die beharrliche Anstrengung des Geistes 
Herbert Schnädelbach: Was Philosophen wissen und was man von ihnen lernen kann , C. H. Beck

„Ein wundes Thema“: Manfred Geier und Alfred North Whitehead schüren den Hunger nach Bildung 
Manfred Geier: Aufklärung. Das europäische Projekt, Rowohlt
Alfred North Whitehead: Die Ziele von Erziehung und Bildung. Und andere Essays, Suhrkamp

„Igel blühen nicht“: Jakob Augstein bramarbasiert über Lust und Last des Gärtnerns 
Jakob Augstein: {Die Tage des Gärtners. Vom Glück, im Freien zu sein
, Hanser

„Erlebnis statt Bedeutung“ Gelassen seziert Jochen Bonz den kulturellen Wandel in unserer Spätmoderne 
Jochen Bonz: Das Kulturelle}, Wilhelm Fink

„Du selbst bist die Zeit“: Karl-Markus Gauß lenkt den Blick seiner Leser auf das, was sie in der Welt bewegen 
Karl-Markus Gauß: Ruhm am Nachmittag, Paul Zsolnay

„Zügel locker, und los“: Frank Westermans Parforceritt durch das 20. Jahrhundert.
Frank Westerman: Das Schicksal der weißen Pferde. Eine andere Geschichte des 20. Jahrhunderts, C. H. Beck

„Der mächtige Feind“: Siddhartha Mukherjee hat eine aufwühlende Geschichte
über den Krebs geschrieben 
Siddhartha Mukherjee: Der König aller Krankheiten. Krebs – Eine
Biographie
, Dumont

der Freitag

„Aggressiv scharfsinnig“: Der Germanist Walter Boehlich war einer der großen Außenseiter im bundesrepublikanischen Geistesleben. Helmut Peitsch und Helen Thein geben Boehlich erneut heraus.

„Da fehlen uns die Wörter“: Als würde Bastian Sick nicht reichen, tritt nun auch noch Sascha Lobo mit als Sprachpfleger auf die Bühne. Sein Buch trägt den dämlichen Ratgebertitel „698 Worte für alle Lebenslagen“.

„Spannend, realitätsnah, links“: Dominique Manotti beleuchtet in virtuos konstruierten Krimis eine von Korruption durchzogene französische Gesellschaft.

Michael Ondaatje wurde mit dem Roman „Der englische Patient“ weltbekannt. Als Elfjähriger machte er eine Reise, die sein Leben veränderte. Weil er sich an sie nicht mehr erinnern kann, hat er sie in „Katzentisch“ nun erfunden.

Es ist die spektakulärste Großbaustelle dieses Frühjahrs: Diethmar Daths und Barbara Kirchners Welterklärungsbuch „Der Implex – Sozialer Fortschritt: Geschichte und Idee“. Marx, Lenin und Peter Hacks heißen die Denker, auf die am häufigsten positiv verwiesen wird.

„Der breite Strom der Wirklichkeit“: Das Journal „Ruhm am Nachmittag“ weist Karl-Markus Gauß als großen Prosaiker deutscher Sprache aus – eine Geschichte ohne Anfang, Ende und Helden.

„Wie lange noch?“ Terry Eagleton verteidigt in „Warum Marx recht hat“ die anspruchvollste und entschiedenste Kritik am Kapitalismus gegen populäre Einwände.

„Der Herzschlag des anderen“: David Grossmanns und Michal Rovners „Die Umarmung ist erwachsener, als jede erwachsene Philosophie.“

„Des Schrecklichen Anfang“: Mit „Planet Wermut“ hat Oksana Sabuschko einen Essayband geschrieben, aus dem die Gedanken davonfliegen. Sie ist immer eine Spur zu absolut, und so wirken berechtigte Anklagen schnell schal.

„Ein moderner Zauber“: Heinz Schlaffer zeigt in „Geistersprache. Zweck und Mittel der Lyrik“ schlicht und ergreifend, wozu Gedichte auch heute noch gut sind.

„Werktags Romane, sonntags Fußball“: Friedrich Christian Delius erzählt in „Als die Bücher noch geholfen haben“ von der heroischen Phase der deutschen Nachkriegsliteratur.

„Federleichte Fingerübung“: Kerstin Hensel präsentiert mit „Federspiel“ eine Novellensammlung über verwirrte Liebesverhältnisse – bezaubernd, aber auf Vollendung harrend.

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