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BranchenMonitor Buch: Weniger Verkaufstage führen den Buchhandel ins Mai-Minus

Die Mai-Umsätze bewegen sich in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, E-Commerce und Warenhäuser mit minus 6,1 Prozent deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Versöhnlich können hier lediglich noch kalendarische Unterschiede stimmen: Der Mai 2012 musste mit zwei Verkaufstagen weniger auskommen als in 2011. Im Gesamtjahr ergibt sich für die drei Vertriebswege damit ein kumuliertes Umsatzminus von 2,9 Prozent.

Im Sortimentsbuchhandel ist das Minus mit 8,1 Prozent im Mai noch stärker ausgeprägt. Hier hatte den Sortimentern bereits im April – durch das in diesem Jahr frühere Ostergeschäft – ein Minus von 7,8 Prozent zu schaffen gemacht. Das Rechnungsgeschäft konnte diese negative Entwicklung erneut nicht relativieren: Hier stand wie bereits seit Jahresbeginn ein negatives Vorzeichen, dieses Mal von 11,9 Prozent.

Den insgesamt größten Verlust mussten mit minus 7,2 Prozent erneut die Taschenbücher hinnehmen. Sie konnten ihr Minus gegenüber dem April (minus 8,2 Prozent) jedoch etwas verkleinern. Dafür vergrößerten sich die negativen Vorzeichen für Hardcover von minus 3,0 im April auf nun minus 5,7 Prozent, bei Hörbüchern sogar von minus 2,9 auf minus 6,3 Prozent.

Während im April immerhin noch bei Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft ein positives Vorzeichen gestanden hatte, traf die negative Entwicklung im Mai nun alle Warengruppen. Dabei konnte ein Teil sein Minus gegenüber dem Vormonat lediglich verkleinern: Belletristik reduzierte den Rückgang auf minus 5,9 Prozent (April minus 6,8 Prozent), Kinder- und Jugendbuch auf minus 4,1 Prozent (minus 5,8 Prozent) und Sachbuch auf minus 2,7 Prozent (minus 4,0 Prozent). Das Reisesegment hielt seine kleinere Umsatzdelle bei minus 2,6 Prozent konstant.

Teilweise deutlich fielen die übrigen Warengruppen noch hinter das April-Ergebnis zurück. Hier traf es vor allem die Wissenschaften. Die stärksten Verluste mussten dabei Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft mit minus 14,9 Prozent (plus 2,3 Prozent), Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik mit minus 12,1 Prozent (minus 0,5 Prozent) und Geisteswissenschaften, Kunst, Musik mit nun minus 11,2 Prozent (minus 1,5 Prozent) einstecken. Auch der Ratgebermarkt fiel mit minus 7,2 Prozent (minus 2,1 Prozent) noch hinter den Vormonat zurück.

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