
Wie die Gesellschaft zur Förderung audiovisueller Medien mbH (FAM) soeben meldet, wurden laut GfK Panel mit 1,94 Mio. verkauften Einheiten 31% mehr Bildtonträger im deutschen Buchhandel verkauft als noch im gleichen Vorjahreszeitraum (1,48 Mio.). Der Umsatz aus dem Verkauf der DVDs und Blu-ray-Discs erreichte mit 15,79 Mio. Euro ein Plus von 26% (2011: 12,57 Mio. Euro). FAM-Geschäftsführer Oliver Trettin(Foto): „Wir haben immer an das Potenzial des stationären Buchhandels geglaubt.“
Außerdem kann der stationäre deutsche Buchhandel allein im ersten Quartal dieses Jahres mit 1,25 Mio. Kunden etwa 150.000 zusätzliche DVD-Käufer verzeichnen – ein Anstieg um 14% (1,1 Mio. Käufer im ersten Quartal 2011).
Gleichzeitig stieg auch die Kaufintensität der zu rund zwei Dritteln (64%) weiblichen Käufer: Gingen im Vorjahr im Schnitt noch 1,3 DVDs oder Blu-rays pro Kunde über die Ladentheke der Buchhandlungen, waren es im ersten Quartal 2012 durchschnittlich bereits 1,6 Bildtonträger.
„Wir halten das Erreichen der 100 Mio. Euro-Umsatz Schwelle noch in diesem Jahr für möglich“, so Trettin. Dass es sich im Buchhandel mit 97% immer noch fast ausschließlich um DVDs handelt, verwundert ihn jedoch ein wenig: „Im Gesamtmarkt liegen Blu-ray und Blu-ray 3D mit 23% bei mittlerweile rund einem Viertel des erzielten Umsatzes. Das Format Blu-ray ist längst zu einem Massenphänomen geworden. Hier könnte der deutsche Buchhandel vor allem durch die höheren Durchschnittspreise partizipieren.“