Home > News > Studie übt Kritik an Apple & Amazon: Durchlässigkeit für alle Konsumenten könnte gegeben sein

Studie übt Kritik an Apple & Amazon: Durchlässigkeit für alle Konsumenten könnte gegeben sein

Wissenschaftler der Uni Mainz haben in einer Studie, die am Donnerstag in Brüssel der EU-Kommissions-Vizepräsidentin Neelie Kroes übergeben wurde, dargelegt, dass es funktionale oder technische Gründe für E-Book-Formate, die Nutzer auf einen Anbieter festlegen, nicht gibt.

Solche „proprietäre“ Formate werden von Apple (im iBookstore) und Amazon (für dieKindles) verwendet, obwohl es (so Univ.-Prof. Dr. Christoph Bläsi) bei entsprechender Programmierung auch alle anderen Formate lesen. könnten und es „seit 2011 mit EPUB3 ein anerkanntes Standard-Format gibt“. Aber selbst wenn sich alle Anbieter auf diesen Standard verständigen würden, gebe es bis zur Überwindung der absichtlich aufgerichteten Barrieren zwischen den Anbietern noch viel zu tun: Bläsi: „Wir brauchen vor allem einheitliche DRM-Maßnahmen und abgestimmte Allgemeine Geschäftsbedingungen.“

In ihrer Studie, die die Buchhändlervereinigung EIBF in Auftrag gegeben hatte, weisen Univ.-Prof. Dr. Christoph Bläsi vom Institut für Buchwissenschaft und Univ.-Prof. Dr. Franz Rothlauf vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der JGU darauf hin, dass mit einer industrieweiten Verwendung von EPUB3 allein noch nicht die völlige Durchlässigkeit für Konsumenten gegeben ist. Auch die Digital-Rights-Management-Maßnahmen der verschiedenen Welten müssten aufeinander abgestimmt werden. Dies sei jedoch, so die Studie, durchaus im Bereich des Möglichen – den entsprechenden Willen der Beteiligten vorausgesetzt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

TikTok meldet: BookTok Community treibt weiter Buchverkäufe

Mehr als 50 Millionen von der #BookTok Community auf TikTok empfohlene Bücher wurden 2025 in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Spanien, Italien, Österreich und der Schweiz verkauft und erzielten damit über 800 Millionen Euro Umsatz, wie eine neue Analyse von NielsenIQ BookData und Media Control zeigt.

weiterlesen