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Zweitausendeins: „Freundliche Übernahme“

Alte Hommage und aktueller Hinweis

Gestern wurde bei Zweitausendeins am Kornmarkt 14 in Frankfurt am Main gefeiert: Seit 1. Juli haben Konrad Künkel und Robert Egelhofer als Franchisenehmer das seit 1977 bestehende Ladengeschäft übernommen. Ein nahtloser [mehr…] Übergang:

Mit einem kleinen Fest, bei dem ab 10 Uhr verschiedene Bands auftraten, machten die alten und neuen Buchhändler auf die Fortführung ihres Geschäfts als GmbH aufmerksam. Nicht nur Stammkunden, auch ehemalige Mitarbeiter und viele Neugierige versammelten sich bei Apfelwein, Brezeln und den gewohnt günstigen und außergewöhnlichen Zweitausendeins-Angeboten auf dem kleinen Platz vor dem Laden.

Konrad Künkel hatte bereits 1980 im Versand des 1969 in Frankfurt gegründeten Unternehmens Zweitausendeins in Fechenheim gearbeitet, Robert Egelhofer jobbte schon als Schüler und Student bei Zweitausendeins und arbeitete nach seinem Studium der Betriebswirtschaft als Assistent der Geschäftsleitung im Unternehmen. Beide kennen sich seit 25 Jahren.

Mit Svetlana Iskič, die 1992 bei Zweitausendeins in Frankfurt angefangen hat, ist das kleine Team komplett. „Zu Weihnachten werden wir dann noch Saisonkräfte einstellen“, sagt Egelhofer, der davon überzeugt ist, „dass man mit einer schwarzen Null herauskommen kann“. Schließlich habe der Laden am Kornmarkt einen guten Ruf. Auch das legendäre Merkheft auf Dünndruckpapier und in „Augenpulver“-Schrift wird es weiter geben.

Das 120 Quadratmeter große Geschäft wurde nicht umgestaltet, doch das gewohnte Sortiment aus Büchern, CDs, Hörbüchern und DVDs wird noch stärker vom Mainstream abrücken. „Wir wollen ‚back tot he roots’ und Kultur abseits der gängigen Charts anbieten. Umsatzschwerpunkt ist Musik. Natürlich gibt es auch ein MA, aber mit einer besonderen Auswahl. In unserem Laden wollen wir der lokalen Szene eine Plattform bieten“, erläutert Robert Egelhofer und erhofft sich davon einen Gewinn für beide Seiten. Dabei zählt weniger der Umsatz als die Schärfung des Profils.

Bevor Konrad Künkel, an diesem Tag auch Gitarrist der Gruppe „Septembersong“, die Saiten anschlägt, bedankt er sich bei allen, die dazu beigetragen haben, dass dieses Zweitausendeins-Geschäft weiterleben kann und sich damit vom Trend abhebt, denn für die anderen ehemaligen Filialen haben sich keine Franchisenehmer gefunden.

JF

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