Der Schriftsteller Grigori Kanowitsch erhält die höchste Auszeichnung für Kulturschaffende in Litauen für sein literarisches Werk. Am 16. Februar wird ihm der Nationalpreis für Kunst und Literatur der Republik Litauen im Präsidentenpalast in Vilnius verliehen.
Kanowitsch wurde 1929 als Sohn eines jüdischen Schneiders in Litauen geboren. Mit 13 Jahren entkam er dem Genozid nach Kasachstan und eignete sich die russische Sprache an. Mit seinen in russischer Sprache verfassten Romanen setzte er dem litauischen Judentum ein Denkmal. Das literarische Werk von Grigori Kanowitsch wurde in zwölf
Sprachen übersetzt. In Deutschland erschien im Frühjahr 2014 sein erster Roman „Kerzen im Wind“ von 1979 in neuer Auflage und unter dem Titel „Ewiger Sabbat“ im Verlag Die Andere Bibliothek.