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Madeleine Thien erhält den LiBeraturpreis 2015

Madeleine Thien (© Anke-Kluß)

Madeleine Thien, kanadische Schriftstellerin mit chinesisch-malaysischen Wurzeln erhält den LiBeraturpreis 2015 für ihren Roman Flüchtige Seelen (Luchterhand, übersetzt von Almuth Carstens). Die Begründung der Jury: „Ein psychologisch tiefgründiger und poetisch erzählter Roman, der Gegenwart und Vergangenheit komplex verwebt, und der fragt: Bin ich nicht mehr als die Summe meiner Erinnerungen?“

Madeleine Thien wird im Rahmen der Frankfurter Buchmesse nach Frankfurt reisen, um dort am 17.10. den LiBeraturpreis entgegenzunehmen. Am 15.10. liest sie im Haus des Buches aus ihrem Roman, der sich mit den Nachwirkungen der Schreckensherrschaft der Roten Khmer auseinandersetzt. Den Abend moderiert Cornelia Zetzsche, die deutschen Textpassagen liest Birgitta Assheuer.

Madeleine Thien wurde 1974 in Vancouver geboren. Ihre Eltern stammen aus Malaysia und China und emigrierten in den 1960er Jahren nach Kanada. Bereits ihr erstes Buch, der Kurzgeschichtenband Einfache Rezepte wurde mit vier kanadischen Literaturpreisen ausgezeichnet und Thiens Debütroman Jene Sehnsucht nach Gewissheit ist in 16 Sprachen übersetzt worden. 2014 war sie mit Flüchtige Seelen für den Internationalen Literaturpreis des Hauses Kulturen der Welt nominiert und im Januar 2015 nahm sie an den von Litprom veranstalteten Literaturtagen Südostasien teil.

Der LiBeraturpreis ist der einzige deutsche Literaturpreis, der ausschließlich an weibliche Schriftsteller aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt verliehen wird. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die Vielstimmigkeit des globalen Südens abzubilden und den Autorinnen auch im deutschsprachigen Raum größere Aufmerksamkeit zu verschaffen. Seit 2013 wird er von Litprom mit Unterstützung der Frankfurter Buchmesse vergeben, die das Preisgeld von 3.000 Euro stiftet. Bisherige Preisträgerinnen waren u.a. Assia Djebar, Edwidge Danticat, Fatou Diome und Claudia Pineiro.

Nominiert für den LiBeraturpreis 2015 waren u. a. Chimamanda Ngozi Adichie, NoViolet Bulawayo und Lola Shoneyin.

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