Home > Leute > „Live“: Bilder von der Verleihung des Ernst-Hoferichter-Preis 2017 an Thomas Grasberger

„Live“: Bilder von der Verleihung des Ernst-Hoferichter-Preis 2017 an Thomas Grasberger

 

IMG_1123
Thomas Grasberger und der Kulturreferent der Stadt München Dr. Hans-Georg Küppers
IMG_1129
Thomas Grasbergerbei seiner Dankesrede

 

IMG_1128
Der Laudator Herbert Becker und Ernst Hoferichter auf dem Gemälde

 

Was für ein wunderbarer Abend im Literaturhaus in München und ein langer begeisterter Beifall für Thomas Grasberger, den neuen Preisträger des Ernst-Hoferichter-Preises 2017.

Das war ein tiefer Blick in die bayerische Seele, den Münchner an sich und dessen humorvollen, grantelnden Umgangston:

Der Definition des Preisträgers entsprechend, wie er in seinem Buch Gebrauchsanweisung für München notierte, darf sich der Münchner Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers, geboren in Oberhausen,  nach zehn Jahren währendem Wohnsitz in München bereits als Münchner bezeichnen, wenn auch nicht als „echter“ oder „ganz echter“ – was aber eine andere Geschichte ist. Er verlieh als Sprecher der Jury in einer kurzweiligen Rede den Preis an Thomas Grasberger.

IMG_1134
Thomas Grasberger (rechts) und Dr. Hans-Georg Küppers

 

IMG_1136
Dr. Hans-Georg Küppers und Thomas Grasberger hatten viel Spaß.

Die Laudatio hielt der geborene Münchner Herbert Becker, Mitarbeiter beim Bayerischen Rundfunk. Originalität mit Weltoffenheit und Humor soll der Preisträger verbinden. „Ja, was täte der Bayer ohne seine zugereisten Nordlichter?“ Gerne demonstriert der Bayer seine Weltoffenheit und heiratet eine Frau aus dem Norden. Herbert Becker und auch Thomas Grasberger verbindet dieser beglückende Umstand und in der Differenz dieser Charaktere kann sich die humorvolle bayerische Seele vielleicht erst richtig entfalten.

In seiner fulminanten Dankesrede nannte Thomas Grasberger seine Frau Susanne an erster Stelle. „Sie ist meine erste Leserin, erst wenn Sie die Gedanken gut heißt, weiß ich, dass die Texte gut sind.“

IMG_1139
Der Büchertisch von Gunna Wendt mit den Werken von Thomas Grasberger: Grant, Der Blues des Süden, der Stenz, Die Lust des Südens, Flins, Das Geld des Südens. Nicht abgebildet ist das Buch Gebrauchsanweisung für München

Er ließ seine drei bayerischen Archetypen, gleichlautend mit seinen Buchtiteln, den Grant, den Stenz und Flins (Geld) umwerfend komisch sprechen, wie diese auf die Verleihung des Hoferichter-Preises geantwortet hätten. Dem fügte er, ohne den Lachmuskeln eine Pause zu gönnen, die wahre Geschichte hinzu, wie Ihn die frohe Kunde von der Juryentscheidung standesgemäß bei seinem Italienurlaub in der Toskana im Ort Chianciano Terme auf der Via Galileo Galilei vor dem Hotel Michelangelo erreichte und der Verkehr sich hinter ihm staute. Seine erste Assoziation auf den Anruf des Kulturreferenten „hier ist Küppers“ war der Gedanke an die Mittelfeldlegende Hennes Küppers und das legendäre Fußball-Endspiel von 1860 München gegen West Ham United, 1965, um den Titel des Europapokals. Thomas Grasberger bekennender und leidgeprüfter 1860-Fan, spielte die Szene im Stile eines Radioreporters.

Sein vorgetragenes Gedicht über die Motive und Arbeit der Jury hatte das Niveau unsterblicher, bayerischer Dichtkunst. Der Humor des Autors blitzte aus jeder Zeile. Ein würdiger Preisträger. Sein Publikum feierte Thomas Grasberger mit einem nicht enden wollenden Beifall. Seine Dankesrede alleine war das Preisgeld wert.

Ulrich Grasberger (nicht verwandt und nicht verschwägert)

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Anzeige

Gendern mit &-Zeichen: Ein Vorschlag zur Güte

Christian Stang ist Fachbuchautor und Rechtschreibexperte. In einem Leserbrief in der österreichischen Zeitung „Die Presse“ hat er zuletzt einen Vorschlag gemacht, welchen Kompromiss es in der Gender-Debatte geben könnte. Bei BuchMarkt erläutert er

weiterlesen