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Friedensnobelpreis für Nadia Murad

Für ihren Einsatz gegen sexuelle Gewalt als Kriegswaffe wird die Jesidin Nadia Murad mit dem Friedensnobelpreis geehrt.

Als Gefangene des Islamischen Staats erlebt Nadia Murad ein unvorstellbares Martyrium: Sie verliert ihre Familie, wird zum Opfer von Demütigung, Folter und Vergewaltigung. Als sie erstmals vor den vereinten Nationen von ihrem Schicksal berichtet, hört ihr die Weltöffentlichkeit schockiert zu.

Die 25jährige Menschenrechtsaktivistin ist Sonderbotschafterin der Vereinten Nationen, Trägerin des Vaclav-Havel-Preises des Europarats sowie des Sacharow-Preises des EU-Parlaments. Sie setzt sich außerdem mit ihrer NGO Nadia’s Initiative für Binnenflüchtlinge im Nordirak ein, die als Überlebende psychologische Hilfe brauchen.

Dr. Doris Janhsen, Verlegerin der Verlagsgruppe Droemer Knaur:

„Es ist uns eine große Ehre, das Buch von Nadia Murad verlegen zu können. Die innere Stärke und der große Mut dieser jungen Frau nötigen uns den größten Respekt ab. Sie hat nicht nur gegen das ungeheure Ausmaß an Gewalt, das ihr und ihrer Familie wiederfuhr aufbegehrt, sondern setzt sich mit der Kraft ihrer Persönlichkeit dafür ein, dass die Gräueltaten des Islamischen Staates nicht unbestraft bleiben und vor den internationalen Strafgerichtshof gebracht werden. Mit ihrer Stimme sorgt sie dafür, dass die Weltöffentlichkeit die Augen nicht mehr vor Menschrechtsverletzung und Gewalt gegen Frauen verschließen kann. Es freut uns sehr, dass ihr Wirken und ihr Anliegen durch den Friedensnobelpreis eine noch größere Öffentlichkeit erfahren.“

Nadia Murads Autobiographie ist in 28 Ländern erschienen und unter dem Titel Ich bin Eure Stimmeim Oktober 2017 auf Deutsch bei Droemer.

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