Modellversuch in Sachen Umwelt: Ravensburger erwartet von Führungskräften „Holzklasse“
Es wird bunt auf dem Ravensburger Firmenparkplatz: Das Pressefoto zeigt, die Führungsriege steigt wortwörtlich auf Holzklasse um
Die Ravensburger Gruppe führt derzeit einen Modellversuch für „angewandtes Marketing“ durch, wie Pressesprecher Heinrich Hüntelmann bestätigt. Künftig soll die Führungsetage des Unternehmens nicht mehr nur von Umweltbewusstsein reden, sondern das auch zeigen und vom klassischen Firmenwagen auf den BRIO Sportwagen umsteigen – nicht nur beim Weg zur Arbeit, sondern auch zur Fahrt zu Kunden.
Vorstandsvorsitzender Clemens Maier hat das zur Chefsache gemacht: „Wir erwarten von unseren Führungskräften Holzklasse, aber kein Brett vor dem Kopf“. Fündig geworden war er im Katalog des schwedischen Markenunternehmens BRIO, das sein Unternehmenvor vier Jahren gekauft hatte. Das erste knallrote BRIO-Mobil parkt bereits auf dem Firmenparkplatz – unübersehbar wird damit auch das Vorbild, „ein Spielwarenklassiker mit Klasse, nur eben Holzklasse“, wie
Pressesprecher Heinrich Hüntelmann sagt.
Er erläutert das Konzept: „Ziel unseres Modellversuchs ist, authentisches Marketing mit nachhaltiger Fahrpraxis zu verbinden.“ Was heißt: Es wird also bunt werden auf dem Firmenparkplazu, denn sukzessive soll die Firmenflotte aus Blech und ihre Verbrennungsmotoren abgelöst werden durch nostalgische Holz-Sportwagen mit offenem Dach und alternativem Antrieb. Vor allem sei der neue Auftritt authentisch: „Was für die spielerische Entwicklung von Kindern gut ist, sollte auch Managern nützen. Mit dem BRIO-Mobil verbessern sie ihre Koordination und erkunden ihre Umwelt.“
Hüntelmann verschweigt aber nicht, dass nicht alle Führungskräfte sich auf Anhieb mit dem neuen Gefährt sehen lassen können: „Wir sind zwar alle stolz auf die neue Holzklasse und sind damit auch der Konkurrenz mit nachhaltigem Muskelantrieb stets einen Schritt voraus.“ Aber das habe auch seinen Preis: Noch passeeinfach nicht jeder in die recht schlank geschnittenen Sportwagen. Vertriebschef Urban van Melis etwa wolle erst nach Bologna auf den BRIO umsteigen, er „übt noch im Gym„, wie Hüntelmann verrät. Denn „er will im neuen BRIO-Mobil eine gute Figur machen.“
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