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Der Friedrich-Gundolf-Preis geht an Khalid Al-Maaly

Der arabische Verleger, Autor und Herausgeber Khalid Al-Maaly wird von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung mit dem mit 15.000 Euro dotierten Friedrich-Gundolf-Preis ausgezeichnet.

Al-Maaly wurde 1956 in As-Samawa im Irak geboren und gilt seit drei Jahrzehnten als „unermüdlicher Akteur“ in der deutsch-arabischen Kulturvermittlung.

1979 ist Al-Maaly aus politischen Gründen aus dem Irak zunächst nach Frankreich, dann nach Deutschland, geflohen. Sein Verlag Manschurat al-Djamal wurde als Exilverlag in Köln eröffnet. 2008 siedelte er nach Beirut über. Dort ließen sich die Verlagsaktivitäten in der arabischen Welt leichter koordinieren. Er führt außerdem eine Verlagsfiliale mit angeschlossener Buchhandlung in Bagdad.

In der Jurybegründung heißt es: „Al-Maaly ist die erste Adresse für moderne und zeitgenössische deutschsprachige Literatur (Lyrik und Prosa) und Publizistik (u.a. Philosophie und Islamwissenschaft) in der arabischen Welt. In seinem Verlagsprogramm finden sich über 100 Titel bekannter deutschsprachiger Autorinnen und Autoren, darunter Paul Celan, Günter Grass, Christa Wolf, Peter Handke ebenso wie Hannah Arendt, Jan Assmann oder Peter Sloterdijk«, erklärt die Akademie. Khalid Al-Maaly ist aber nicht nur als Verleger, sondern auch als Herausgeber, Übersetzer und Lyriker Mittler zwischen den Welten.“

Im Palmyra Verlag sind von Khalid Al-Maaly folgende Bücher erschienen: Die arabische Welt – Zwischen Tradition und Moderne und Lexikon arabischer Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts.

 

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