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Umgeblättert heute: „Wie Hashtags Simone Buchholz’ Roman erfolgreich machten“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

 

„Warum nimmt nichts die Sehnsucht?“: In Marianna Kurttos melancholischem Roman Tristania verlässt ein Mann seine Familie – aber auch die entlegenste bewohnte Insel der Welt. „In Tristania, dem Debütroman der finnischen Dichterin Marianna Kurtto, wird die Insel zur Kulisse eines Ehe­dramas, das genauso gut in einer euro­päischen Reihenhaussiedlung hätte spielen können, nun aber durch die Entlegenheit des Schauplatzes, die Kargheit seiner Landschaft und den Vulkanausbruch vom 12. Oktober 1961 – der vorübergehend zur Evakuierung der Bevölkerung nach Kapstadt führte – ins Tagtraumhafte, ja Poetische gezogen wird.“

  • Marianna Kurtto, Tristania. Roman. (aus dem Finnischen von Stefan Moster; Mare Verlag)

„Selbsttortur als Geschenk an uns“: Im Dickicht der Brotarbeiten verschwand der Dichter wie das Chamäleon im Regenwald: Seine Liebe galt der Lyrik, aber leben konnte Max Herrmann-Neiße nur von seinen Feuilletons. Jetzt liegt eine Auswahl seiner Artikel in drei schweren Bänden vor. „Schon 1986/88 besorgte Klaus Völker eine zehnbändige Ausgabe von Herrmanns Lyrik und Prosa; ihr folgte 2012 eine zweibändige Briefausgabe. Christoph Haacker legte 2012 die Aufzeichnungen Lenis vor. Die Ausgabe der Kritiken und Essays 1909–1939 macht nun die dritte große Komponente von Herrmanns Werk zugänglich. Jetzt erst sitzt Max Herrmann-Neiße vollendet vor uns, in einem erstklassigen Dreiteiler, der Auskunft gibt über seine Klarsicht, seinen Mut und seine Kunst.“

  • Max Herrmann-Neiße, Kritiken und Essays. Band 1: 1909 –1920.Band 2: 1921–1924. Band 3: 1925 –1939. (hrsg. von Sibylle Schönborn; Aisthesis Verlag)

„Kreuzfahrt ins Glück“: Nach dem #Bärensexbuch ist vor dem #Segelsexbuch: Wie Hashtags Simone Buchholz’ Roman und einen kanadischen Klassiker erfolgreich machten. „Beide Schlagwörter hat sich die Berliner Buchhändlerin Magda Birkmann ausgedacht. (…) Wirklich vergleichen lassen sich die beiden Romane schwer. Wenn man unbedingt eine Gemeinsamkeit über ihren Social-Media-Ruhm hinaus finden will, dann die: Beide Autorinnen schildern komplett unaufgeregt und unaufdringlich Hingabe und ein weibliches Begehren jenseits heteronormativer Koordinaten. Und das ist jeweils sehr beglückend zu lesen.“

  • Simone Buchholz, Unsterblich sind nur die anderen. Roman. (Suhrkamp)
  • Marian Engel, Bär. Roman. (aus dem Englischen von Gabriele Brößke; btb)

„‚Ausblicke angenehm traurig'“: Dem Leben zusehen, wie es zu Kunst wird: Ror Wolf als Tagebuchschreiber. „Dass der 2020 im Alter von 88 Jahren verstorbene Schriftsteller eine Art Tagebuch geschrieben hat, ist deshalb eine spektakuläre Entdeckung. Seine Kunst war immer freischwebend, abseits aller autobiografischen Erfahrungsverarbeitung, und seine Texte entsprachen derselben Ästhetik wie seine aus Fundstücken zusammengeschnitzelten Collagen, die an den großen Surrealisten Max Ernst anschlossen, ihn aber bis ans Ende des Jahrhunderts katapultierten.“

  • Ror Wolf, Die unterschiedlichen Folgen der Phantasie. Tagebuch 1966-1996 (hg. von Klaus Schöffling; Schöffling & Co.)

  • Jan Wilm, Ror. Wolf. Lesen. (Schöffling & Co.)

 

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