Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:
Literatur und Sachbuch
Die Natur als letzter Zeuge“: Über den modernsten unter den Romantikern: Werner Busch und Eberhard Rathgeb widmen sich auf recht unterschiedliche Weise dem Maler Caspar David Friedrich.
- Werner Busch: Romantisches Kalkül. Caspar David Friedrichs ‚Kreuz an der Ostsee‘ Schlaufen Verlag
Eberhard Rathgeb: Maler Friedrich (Berenberg Verlag)
„In einem Jahr mit nach Frauen benannten Tiefdruckgebieten“: Das neuntausend Kilometer ferne feministische Gegenstück zum Vorgängerroman „Die Kieferninseln“ : Marion Poschmanns „Chor der Erinnyen“.
- Marion Poschmann: Chor der Erinnyen. Roman (Suhrkamp)
Beste Bücher im Oktober
Die von vierzig Literaturkritikern monatlich bestimmte SWR-Bestenliste wird im Oktober angeführt von Cordelia Edvardsons Roman „Gebranntes Kind sucht das Feuer“. Auf den Plätzen zwei bis vier folgen Terézia Mora mit ihrem auch für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman „Muna oder die Hälfte des Lebens“, die Amerikanerin Emma Cline mit „Die Einladung“ sowie Maxim Biller mit seinem Roman „Mama Odessa“. Auf Platz fünf rangiert Wolf Haas mit „Eigentum“, gefolgt von Dana Vowinckels „Gewässer im Ziplock“, Thomas Hettches „Sinkende Sterne“ und Marion Poschmanns Roman „Chor der Erinnyen“. Auf Platz neun steht Tim Staffel mit „Südstern“, Platz zehn behauptet Bora Chungs „Der Fluch des Hasen“.
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Die Buchhändlerin Magda Birkmann über Missverständnisse in der Literaturgeschichte und eine neue Reihe Romane von vergessenen Autorinnen, die sie mitherausgibt.
„Seffen Kopetzkys neuer Roman stellt die Journalistin und Revolutionärin Larissa Reissner vor. Generell gibt es überhaupt wenig, was dieser nahezu perfekten Frau nicht gelingt, vielleicht auch ein Grund, warum die Figur dem Leser seltsam fremd bleibt. Kopetzky erzählt ihr Leben nicht chronologisch, sondern verwendet eine Collagentechnik mit harten Schnitten, um das Leben seiner Protagonistin zu erfassen. Aus den Splittern, jeweils aus einer anderen Perspektive geschildert, setzt sich allmählich ein Bild zusammen.“
- Steffen Kopetzky: Damenopfer (Rowohlt)
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„Schwarze Löcher: Nachkriegsdeutsches Sittenbild: Evelyn Roll entrinnt dem Tod und geht daraufhin ihrer Familiengeschichte nach. So ist dieses großartige Buch, angereichert durch zahlreiche Exkurse über die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung, auch – oder vielleicht vor allem – ein Sittengemälde der Nachkriegszeit, geprägt von einem tiefen Verständnis für eine traumatisierte Generation, die schwieg, als sie hätte reden müssen.“
- Evelyn Roll: Pericallosa. Eine deutsche Erinnerung (Droemer)