Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:
„Schnell noch zu Ende malen“: Träumer wie wir: Mark Janssen tröstet mit einem Bilderbuch Kinder, die auch in der Schule noch keine Ahnung haben, was sie später einmal werden wollen. „Mark Janssen hat sein Bilderbuch als Ermutigungsbuch für solche Kinder angelegt, mit denen gelegentlich die Phantasie durchgeht.“
- Mark Janssen, Träumer (Ravensburger Buchverlag)
„Jonto sucht den Future Boost“: Wie wird die Erde aussehen, nach dem Klimakollaps? Vielleicht gibt es sogar Hoffnung für das 22. Jahrhundert? Christian Linker erzählt vom Boy from Mars. „Linker, Jahrgang 1975, der in 20 Jahren gut 20 Bücher für Kinder und Jugendliche verfasst hat, beschreibt in seinem Roman eine Erde nach dem großen Kollaps und nach jahrelangen Kriegen um die Plätze, die nicht an der Sonne liegen. Und wie das so ist in Zukunftsromanen, entwickelt er sein Bild aus dem, was heute auf der Hand liegt.“
- Christian Linker, Boy from Mars (dtv)
„Bevor jemand ‚Tomatenohr‘ zu mir sagt, haue ich lieber ab“: In ihrem Roman Hasenherz fragt Julia Blesken danach, was uns zu Helden macht. Dass sie sich mit schrägen Helden auskennt, hat sie schon bewiesen. „Blesken schreibt ein Buch für ‚Kinder ab 11 Jahren‘. Die Identifikation der Zielgruppe ist auf dem Kinderbuchmarkt ein Muss. Die Einordnung als All-Age wäre jedoch sinnvoller gewesen.“
- Julia Blesken, Hasenherz. Held aus Versehen (Oetinger Verlag)
„Einen Tag lang weinen, vierzehn Tage lang küssen“: Einen Tag lang weinen, vierzehn Tage lang küssen: David Böhm untersucht unser Zeitempfinden und fragt, wie wir unsterblich werden. „Eine Botschaft unseres Lebens an die Zukunft zu senden im Medium der Kunst – das ist ein kleiner Moment der Überwindung von Endlichkeit, den auch dieses Buch aufzeigt. Sein Verfasser unterfordert uns nicht, aber er lässt niemanden am Wegesrand zurück, seine Sprache ist verständlich, seine Beispiele sind klar und einleuchtend (…)“
- David Böhm, Jetzt. Bis du diesen Satz zu Ende gelesen hast, werden auf der Erde 24 Kinder geboren sein (aus dem Tschechischen von Lena Dorn; Karl Rauch Verlag)
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heute nichts
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„Von Menschenrechten und Grünkohl“: Margaret Atwoods geistreiche, zugleich gut geerdete Essaysammlung Brennende Fragen. „Brennende Fragen – das verweist vor allem auf ihre politischen Texte; diejenigen, die sich mit der Klima- und Umweltkatastrophe beschäftigen oder mit der Corona-Pandemie sollte man dazuzählen. Sie beschränkt sich thematisch kaum, geizt nicht mit klaren Worten, sie hat viele Anliegen, vom Feminismus bis zum Schutz von Vögeln. Sie ist, siehe oben, so neugierig, dass sie Themen aufgreifen kann, noch ehe sie große Themen werden.“
- Margaret Atwood, Brennende Fragen. Essays. (übers. v. Schönherr, Regul, Tichy; Berlin Verlag)