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Benzes besonderes Buch: Unwiderstehlicher Verführer zur Reise- und Insellust

Kann ein Bildatlas im Oktavformat mit „nur“ 120 Seiten generell zu Reiselust und zur Inselsehnsucht verführen und beide Lüste bei bereits „Infizierten“ steigern? Zweimal: JA.

Von der ersten bis zur letzten Seite weckt oder verstärkt der DuMont Bildatlas Sylt Amrum Föhr den Wunsch, auf einer Insel das erlesene Erlebnis eines einzigartigen Lebensraums zu genießen. Der Atlas potenziert die Wahrnehmung, die nahezu alle Menschen fesselt, wenn sie am Strand dem Element nahe sind, ohne das es kein Leben gäbe. Gleich, ob man am Fluss, am Binnensee oder am Meer weilt.

Ich kenne diese Begegnung, da wir zwei Schiffslängen vom Rhein entfernt leben, uns oft am Bodensee aufhalten und es uns früher immer wieder an den Atlantik nach Lanzarote zog. Die Gewissheit, auf einer Insel zu sein, löst vielfältigste Assoziationen aus.

Gesteigert werden solche Eindrücke auf Sylt. Diese schmale Insel schenkt uns das großartige Erlebnis zwischen zwei Welten zu leben. Zwischen der weiten, permanent umschlagenden See und dem Weltkulturerbe Wattenmeer, das einem verlässlichen Wandel unterworfen ist.

Birgit Borowski gelingt es, diesen Sylt-Zauber anschaulich auf den Punkt zu bringen und in wenigen Zeilen auch das Gemeinsame und die Unterschiede zu den zwei in der Nachbarschaft gelegenen Inseln, Föhr und Amrum, zu charakterisieren. Das Inhaltsverzeichnis auf den Seiten 4 und 5 sowie die „11 Top-Tipps“ auf den Seiten 6 und 7 machen den Bildatlas zu einem vertrauenswürdigen Entscheidungshelfer und perfekten Lotsen.

Die Sogkraft guter Bilder

  • Ihre Aussagekraft wird dem Zauber der Inseln gerecht. Im Süden Sylts, in Hörnum, fand ich in der Bibliothek eines eines herrlichen Hotels ein Zitat der Autorin Margit Brehm, das ein Leitmotiv des DuMont Bildatlanten sein könnte: „…Wir leben in einem Zeitalter des Bildes. Heute sind es die Bilder und nicht lange Texte, mit deren Hilfe der Mensch einen Großteil seines Lebens organisiert und sein Wissen über sie erwirbt.“

Gute Reiseführer sind Wertpapiere

Bei aller Offenheit für Überraschendes, Unvorhergesehenes, ist die optimale Organisation des Aufenthalts am Ferienort ein unverzichtbares Fundament der kostbarsten Zeit, die wir dem Arbeitsleben abringen. So gesehen ist der DuMont Bildatlas genau das richtige, noch dazu äußerst günstige Instrument, das einem dauerhaft als eine Art Wertpapier erhalten bleibt.

Den SYLT-Reiseführer der Reihe „DUMONT Direkt“ kann ich erst nach der nächsten Inselreise im Sommer 2026 empfehlen, da ich einige der Angaben und Hinweise stichprobenartig überprüfen möchte. Der erste Eindruck der Ausgabe der 4. Auflage 2025 ist jedenfalls schon positiv.

Tipps für eine Syltreise

Meine Empfehlung beruht auf eigenen Eindrücken und Erfahrungen im Herbst 2025. Bestätigt durch sinngemäße Auszüge aus dem Inhaltsverzeichnis und den „11 Tipps“:

  • „Sylt / Der Norden“: Wohl wahr im Norden kann man eine abwechselnde und attraktive Mischung aus Natur, Kultur und Ruhe erleben. Das gelegentliche Spektakel der Reichen, aber auch das der weniger Betuchten kann man ohne Mühe meiden, einige Bausünden links liegen lassen und stattdessen die vielen Formen der Dünen, Heiden und hellen Sandstränden genießen.
  • Die Straßenkarten, überhaupt die kartographische Ausstattung sind exzellent.
  • „Endlosstrand auf Sylt“ Diese Empfehlung darf man wörtlich nehmen.
  • Unbedingt sollte man zum nördlichsten Punkt Deutschlands, dem Ellenbogen wandern, radeln oder bequem mit dem Auto fahren.
  • Der Süden mit Hörnum und einem kleinen, jedoch sehr intensiv genutzten Hafen ist insgesamt eine sehens- und erlebenswerte Region.
  • Die Vielfalt und die Wunder der marinen Welt, die Zeugnisse des andauernden Kampfes der Nordfries:innen um ihren Lebensraum setzt der DuMont Bildatlas fabelhaft ins Bild.

Ihnen eine anregende Lese- und Betrachtungsreise oder einen wunderschönen auch durch diesen Bildatlas inspirierten Sylt-Aufenthalt!

Helmut Benze

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Eine Antwort

  1. Lieber Herr Benze, Danke klingt wieder mal spannend, versuche das Werk hier vor Ort zu finden, die Buchhandlung lässt mich blättern ohne Kauf.
    Aber bei mir „klingelt“ eine meiner alten Ablehnungen hier vorweg – als Buchhändler in einer Reiseabteilung, als Vertreter in NRW für mehrere Reiseverlage – TopTipps oder alle anderen wichtige Wichtigkeiten, wo dann manche Orte einfach nicht mehr sehenswürdig waren, weil vollgestopft von Menschenmassen. Nenne die Verleger jetzt nicht, die das ablehnten und weiterhin ihre Cover damit „bombardierten“, weil sie Umsätze rochen, aber schon kurz nach Erscheinen alt aussehen ließen. Mein lieber CvZ war der gleichen selben Meinung, verhindern konnten wir wenig.

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