Der langjährige Verleger und geschäftsführende Gesellschafter des juristischen Verlags Otto Schmidt, Dr. Hans-Martin Schmidt, ist am 17. Juni 2026 im Alter von 96 Jahren in Köln gestorben. „Hans-Martin Schmidt hat unser Verlagsprogramm durch eine erfolgreiche und authentische Verlegerarbeit um Kommentare wie die von Zöller zur Zivilprozessordnung, den Tipke/Kruse zur Abgabenordnung und Finanzgerichtsordnung sowie den Frankfurter Kommentar zum Kartellrecht nachhaltig gestaltet und erweitert. Mit seiner Persönlichkeit verkörperte er den Verlag Otto Schmidt durch seine aufgeschlossene und zugewandte Art, die er unsere Autoren und die Belegschaft über ein Dreivierteljahrhundert hat spüren lassen. Er war uns allen mit seinen Qualitätsansprüchen ein Vorbild für eine Verlagsarbeit, die zeigt, wie hochkarätige juristische Fachliteratur entsteht, und die sich auch im Zeitalter der Digitalisierung und der KI-geprägten Sprachmodelle wirkungsvoll durchsetzt und für die juristische Praxis und Wissenschaft unverzichtbar ist,“ sagt der heutige Otto Schmidt-Verleger Professor Felix Hey.
Hans-Martin Schmidt, am 4. August 1929 in Barmen geboren, trat nach juristischem Studium 1958 als Lektor in das von seinem Großvater Dr. Otto Schmidt gegründete Unternehmen ein. Im Jahr 1970 wurde er persönlich haftender Gesellschafter und blieb das bis zu seinem Ausscheiden aus der aktiven Verlegertätigkeit im Jahr 1994. Er eröffnete dem Verlag den Weg in das Handelsgeschäft durch den Erwerb der Fachbuchhandlung Sack und gestaltete den Ausbau des Verlags durch Beteiligungen am RWS-Verlag in Köln und am Verlag Ernst und Werner Gieseking in Bielefeld mit. Auch nach seinem Ausscheiden als geschäftsführender Gesellschafter hat er sich aktiv als Gesellschafter an den Entwicklungen rund um den Verlag beteiligt. Sein großes Anliegen war stets, das Unternehmen als Familiengesellschaft zu erhalten und er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass dieses Ziel verwirklicht werden konnte.
Felix Hey: „Wir alle sind Hans-Martin Schmidt zu hohem Dank verpflichtet. Unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl gelten seinen Kindern und seiner Familie. Der Verlag Otto Schmidt ist ohne die Leistungen Hans-Martin Schmidts nicht denkbar. Wir werden ihn und sein Engagement in hohen Ehren halten.“







