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Teresa Präauer erhält den 42. Mainzer Stadtschreiber Literaturpreis

Teresa Präauer

Die in Wien lebende Schriftstellerin Teresa Präauer erhält den 42. Mainzer Stadtschreiber Literaturpreis von ZDF, 3sat und der Landeshauptstadt Mainz. Sie wird Mainzer Stadtschreiberin desJahres 2027. Die Verleihung des Preises ist für April 2027 geplant.

Der von ZDF und 3sat gemeinsam mit der Landeshauptstadt Mainz vergebene Literaturpreis ist mit 12.500 Euro dotiert. Die Preisträgerin erhält für ein Jahr Wohnrecht in der Stadtschreiberwohnung, die im Herzen der Mainzer Altstadt liegt, sowie das Angebot, gemeinsam mit dem ZDF und 3sat einen Film nach freier Themenwahl zu produzieren.

„Teresa Präauer bereichert die deutschsprachige Literatur mit stilistischer Souveränität und einem unverwechselbaren Ton“, so die Jury. „Mit hellwachem Blick auf unsere Gegenwart erzählt sie genau und bilderreich in vielfältigen Genres für ein großes Publikum. Der Beschleunigung unserer Zeit setzt sie die Kunst der Aufmerksamkeit entgegen und lässt uns Erwartungen und Projektionen erkennen, durch die wir die Welt wahrnehmen. Große Themen wie Identität, Zugehörigkeit und Erinnerung entfaltet diese originelle Erzählerin der jüngeren Generation mit ebenso viel Leichtigkeit und Humor wie Tiefenschärfe. Immer wieder überrascht ihr Werk durch unerwartete – so auch ihr aktueller Essay ‚Nie mehr weinen‘.“

Teresa Präauer, 1979 in Linz geboren, studierte in Salzburg, Berlin und Wien Germanistik und Malerei und lebt in Wien. Für ihren ersten Roman „Für den Herrscher aus Übersee“ erhielt sie 2012 den ZDF-„aspekte“-Literaturpreis. Weitere Auszeichnungen folgten, darunter 2017 der Erich-Fried-Preis, 2024 der Bremer Literaturpreis für das Buch „Kochen im falschen Jahrhundert“, 2025 der Preis der Stadt Wien für Literatur sowie Nominierungen für den Bachmannpreis, den Deutschen, Bayerischen und Österreichischen Buchpreis. Präauer hatte die Mainzer Poetikdozentur 2017 inne, ebenso Gastprofessuren an der FU Berlin, der Universität Zürich und an verschiedenen amerikanischen Universitäten. Ihr vielfältiges Werk umfasst Romane, Essays, sprachphilosophische Kolumnen und Theaterstücke. Ihr neuer Roman „Eine Liebe, zehn Tage“ erscheint im Frühjahr 2027.

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Ein Kommentar

  1. Wiewohl Zurückhaltung sicher gut ist, nicht zu meinen alles mit Kommentar zu versehen, reizt doch sehr nach Uni-Zeit in Mainz, wenigstens anerkennend zu bekunden, wie perfekt es ist Stadt Mainz mit Stadtschreiberin, namens Teresa Präauer verbunden zu sehen, auch mainz- und zugleich poetikkundig, wie sie ist. Wenn alle, die Studium in Mainz hatten, nun sich melden würden – mon dieu – aber was Mainz so besonders sein lässt, ist seine historische Tiefe. Auch gemessen an 550 Jahre Universität im nächsten Jahr – ich erlebte, grade angekommen auf dem Campus, das 500-Jahr-Jubiläum. Damals mit dem grandseigneuralen Präsidenten Schneider, den Ehrengästen Giscard d’Estaing, Helmut Schmidt, dem wohl größten der großen Pantomimen, Marcel Marceau, und als umstrittene Entscheidung die Ehrung für Anna Seghers, und hatte die Gunst der Stunde, für die Uni-Zeitung JoGU, über manches darüber mitberichten zu dürfen. Wie im BuchMarkt Newsletter zu lesen ist, reicht Präauer nicht nur bis Wien, sondern ist auch vertraut mit amerikanischer Campuswelt. Mainz hat doch was, auch eine Campus-Uni zu sein. Und was Wien betrifft, da hat der Clemens von Metternich etwas gemeinsam mit Präauer, denn jener verbrachte um die zwei Studienjahre an der Mainzer Uni, bevor sein späteres Wirken in Wien spielte. Werde von Heidelberg aus sehr gern erfahren über Präauers wunderbarem Amt als Mainzer Stadtschreiberin aus ihrer unglaublich vielfältigen Sicht.

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