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Klaus Wagenbach mit Max-Hermann-Preis geehrt

Gestern Abend nahm Klaus Wagenbach im Rahmen einer festlichen Preisverleihung in der Staatsbibliothek zu Berlin den Max Hermann-Preis entgegen. Er erhielt die Auszeichnung für sein gesellschafts- und kulturpolitisches Wirken seit den 1960er Jahren.

André Schmitz, Barbara Schneider-Kempf, Klaus Wagenbach, Susanne Schüssler (v.l.)

Man ehre den „Nestor der Berliner Buchverleger“ betonte Barbara Schneider- Kempf, die Generaldirektorin der Staatsbibliothek. Klaus Wagenbach sei eine der wenigen Verlegerpersönlichkeiten, die es in den 1960er Jahren gewagt haben, in Berlin einen literarischen und kunst- und kulturwissenschaftlichen Verlag ins Leben zu rufen, einen Verlag, der später zu „einem kulturellen Leuchtturm im wiedervereinigten Deutschland wurde“. Gemeinsam mit André Schmitz, dem Vorsitzenden der Freunde der Staatsbibliothek überreichte Barbara Schneider Kempf die Auszeichnung an Klaus Wagenbach. Das Publikum gratulierte mit lang anhaltendem Applaus.

Franziska Augstein

Die Journalistin Franziska Augstein blickte in ihrer Laudatio auf Leben und Werk ihres Freundes Klaus Wagenbachs und lobte dessen Weitsicht. Die Geschicke des Verlags habe er „in Erwartung der Zukunft“ rechtzeitig an seine Frau, Susanne Schüssler, übergeben.

Susanne Schüssler bedankte sich im Namen ihres Mannes und hob die stets couragierte Haltung des unverdrossenen Verlegers hervor. Auch in Zukunft will sich der Verlag einmischen. „Wir dürfen die Freiheit der Meinungsäußerung nicht preisgeben“ betonte Susanne Schüssler unter Hinweis auf rechtsradikale Tendenzen. „Wir Büchermenschen müssen heiter und gelassen Signale setzen.“

Anschließend standen die zahlreiche Gäste Schlange, um dem Preisträger auch persönlich zu gratulieren.

ml

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